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Verletzung des Luftraums: Russische Drohne in Lettland abgestürzt

Die lettischen Streitkräfte entdeckten die russische Drohne, verfolgten ihre Bewegung und lokalisierten den Absturzort. Die Ermittlungen dauern an.

In Lettland soll eine russische Drohne im Osten des Landes eingeschlagen sein, die mutmaßlich aus Belarus kam. (Archivbild)
Foto: Alexander Welscher/dpa

Eine vermeintlich russische Drohne ist über Belarus in den lettischen Luftraum eingedrungen und in der Stadt Rēzekne abgestürzt. Das Verteidigungsministerium in Riga gab bekannt, dass der Vorfall untersucht wird. Die Nato wurde ebenfalls informiert.

Die lettischen Streitkräfte haben das unbemannte Flugobjekt beim Eindringen in den Luftraum entdeckt, seine Bewegung verfolgt und dann den Absturzort lokalisiert. Es war unklar, wie es einer russischen Drohne möglich war, ungehindert durch Belarus bis nach Lettland zu gelangen. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

Die Ukraine hatte zuvor erneut viele Drohnenangriffe Russlands gemeldet und auch berichtet, dass einige Flugobjekte in den Luftraum von Belarus (ehemals Weißrussland) eingedrungen seien. Auch Belarus hatte zuletzt wiederholt Luftraumverletzungen beklagt.

Lettland will Stärkung der Ostgrenze fortsetzen

«Diese Situation ist eine Bestätigung dafür, dass wir die begonnene Arbeit zur Stärkung der lettischen Ostgrenze fortsetzen müssen, einschließlich der Entwicklung von Luftverteidigungsfähigkeiten und Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung, um die Aktivitäten von unbemannten Flugobjekten verschiedener Anwendungen einzuschränken», sagte der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds der Mitteilung zufolge.

Das Ministerium betonte auch, dass das Land im Rahmen des seit mehr als zweieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine seine Verteidigungsfähigkeiten gestärkt hat. Die Nato-Verbündeten führen zudem Patrouillen im Luftraum auf Rotationsbasis durch.

Rumänien meldet Drohnen-Überflug

Das Verteidigungsministerium in Bukarest teilte mit, dass eine russische Drohne in der Nacht zum Sonntag rumänisches Territorium überflog, bevor sie erneut in den ukrainischen Luftraum eindrang. In den Städten Constanta und Tulcea nahe der Grenze wurden Warnungen an die Bevölkerung per Textnachrichten auf Mobiltelefone verschickt. Zwei rumänische F-16 Kampfflugzeuge stiegen auf, um den Flug der Drohne zu beobachten. Eine Suche nach möglichen Drohnentrümmern wurde im unbewohnten Gebiet des Grenzortes Periprava eingeleitet.

Auch die Nato meldete sich zu Wort. «Die Nato verurteilt die nächtliche russische Luftraumverletzung im rumänischen Luftraum. Zwar liegen uns keine Informationen vor, die auf einen vorsätzlichen Angriff Russlands auf Bündnispartner hindeuten, doch sind diese Handlungen unverantwortlich und potenziell gefährlich», teilte der stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoana, der selbst Rumäne ist.

[Verletzung des Luftraums: Russische Drohne in Lettland abgestürzt],[Die lettischen Streitkräfte entdeckten die russische Drohne, verfolgten ihre Bewegung und lokalisierten den Absturzort. Die Ermittlungen dauern an.]

dpa