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Netanjahu plant eigenständige Schritte gegen den Iran nach Trumps jüngster Mitteilung

Die Spannungen zwischen Israel und den USA nehmen zu, während Ministerpräsident Netanjahu einen möglichen Militärschlag gegen den Iran ohne amerikanische Unterstützung in Betracht zieht. Experten warnen vor den strategischen Risiken eines solchen Alleingangs.

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Nach Trump-Ansage: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit
Hudson Institute via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die Spannungen zwischen Benjamin Netanjahu, dem Ministerpräsidenten Israels, und dem US-Präsidenten Donald Trump haben einen kritischen Punkt erreicht. Laut Berichten ist Netanjahu bereit, einen Militärschlag gegen den Iran in Erwägung zu ziehen, möglicherweise ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten. Diese Informationen stammen von einem israelischen Fernsehsender, der über eine Kabinettssitzung berichtete, in der Netanjahu zu verstehen gab, dass Israel möglicherweise alleine gegen den Iran stehen könnte.

Er wies darauf hin, dass ein solcher Schritt erhebliche Kosten mit sich bringen könnte, sowohl finanziell als auch in Form internationaler Isolation. Obwohl Netanjahu betonte, dass Israel ein solches Szenario vermeiden möchte, bleibt die Möglichkeit bestehen. Diese Aussagen fallen zeitlich zusammen mit den Bemühungen der US-Regierung, ein diplomatisches Abkommen mit Teheran zu erreichen. Nur einen Abend zuvor hatten die USA den Iran angegriffen, nachdem ein US-Helikopter in der Straße von Hormus von einer Drohne getroffen worden war. In den letzten Tagen haben die Spannungen zwischen den USA und Israel insbesondere im Kontext der Iran-Deal-Verhandlungen zugenommen.

Konflikte zwischen Trump und Netanjahu

Besonders deutlich wurden die Differenzen zwischen Trump und Netanjahu, nachdem der Iran am Sonntagabend mehrere Raketen auf Israel abgefeuert hatte. In einem Telefongespräch warnte Trump seinen israelischen Amtskollegen vor einem möglichen Vergeltungsschlag und forderte ihn auf, ein zukünftiges Abkommen der USA mit dem Iran zu akzeptieren. Dabei stellte Trump klar, dass er die Kontrolle über die Situation habe und Netanjahu kaum Alternativen blieben.

Kritik an Netanjahu und mögliche Konsequenzen

Zusätzlich äußerte Trump heftige Kritik an Netanjahu, nachdem dieser einen Angriff auf den Libanon angedroht hatte. In einem Telefonat bezeichnete Trump Netanjahu als „total verrückt“. Diese Spannungen verdeutlichen die komplizierte Beziehung zwischen den beiden Führern und die Herausforderungen, die Israel im Umgang mit dem Iran bewältigen muss.

Der iranische Experte Danny Citronowicz äußerte Bedenken hinsichtlich eines möglichen militärischen Alleingangs Israels ohne amerikanische Unterstützung. Er bezeichnete solch einen Schritt als strategisches Risiko für die nationale Sicherheit Israels und empfahl, diese Option nur in Betracht zu ziehen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Citronowicz machte auch auf die möglichen Folgen aufmerksam, falls ein Abkommen mit dem Iran zustande kommt, das von der US-Regierung als Erfolg gewertet wird. In einem solchen Szenario könnte eine militärische Aktion Israels, die ohne Abstimmung mit Washington erfolgt, gravierende negative Auswirkungen auf die strategische Beziehung zwischen den beiden Ländern haben.


Quellen: Bild, Ohne USA: „Mit allen damit verbundenen Kosten“ – Netanjahu offenbar zu Alleingang gegen den Iran bereit

Bildquelle: Hudson Institute via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

TS