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Neue Drohnentechnologie der Bundeswehr: Was erwartet die Bundeswehr?

Die Bundeswehr wird bald mit Kamikaze-Drohnen ausgestattet, die gezielt feindliche Ziele angreifen können. Die Virtus-Drohne von Stark Defence soll in Litauen eingesetzt werden und gilt als strategische Ergänzung zu herkömmlichen Waffensystemen.

Bundeswehr erhält bald
Bildquelle: Touko Aikioniemi auf Unsplash

Neuer Einsatz von Drohnentechnologie im Militär

Die Bundeswehr steht kurz vor der Einführung einer neuen Form von Drohnen, die als “Loitering Munition” bekannt sind. Diese Geräte, die umgangssprachlich auch als Kamikaze-Drohnen bezeichnet werden, sind so konzipiert, dass sie auf feindliche Objekte zurasen und dort detonieren. Informationen des Herstellers Stark Defence zufolge können diese unbemannten Fluggeräte bis zu 75 Minuten in der Luft bleiben und eine maximale Reichweite von 130 Kilometern erreichen. Sollte es ihnen nicht gelingen, ein Ziel zu erfassen, wird die Drohne kontrolliert abstürzen und an einem vorher festgelegten sicheren Ort explodieren.

Technische Merkmale der Virtus-Drohne

Das Modell Virtus hat ein Gewicht von bis zu 33 Kilogramm und nutzt kleine Propeller an seinen vier Flügeln, um abzuheben. Das Unternehmen Stark Defence, das 2024 gegründet wurde und mittlerweile 750 Mitarbeiter beschäftigt, hat seinen Sitz in Berlin und unterhält Produktionsanlagen in Großbritannien, Schweden und Griechenland. Die Virtus-Drohne kommt bereits im Ukraine-Konflikt zum Einsatz, wo Stark Defence zwei geheime Produktionsstätten im Raum Kiew betreibt. Neben Deutschland zählen auch weitere europäische Nationen zu den Kunden des Herstellers. Finanzielle Informationen, wie etwa Umsatzdaten, werden von Stark Defence nicht veröffentlicht.

Strategische Perspektiven der Drohnentechnologie

Josef Kranawetvogl, ein Manager bei Stark Defence, sieht in den Virtus-Drohnen eine wertvolle Ergänzung zu konventionellen Waffensystemen wie Panzern und Artillerie. Er hebt hervor, dass die Nutzung von unbemannten Fluggeräten einen entscheidenden Beitrag zur Kompensation des Personalmangels in westlichen Streitkräften leisten kann. Ein Operator kann mit Hilfe von softwaregestützten KI-Technologien mehrere Drohnen gleichzeitig steuern, wobei die Kontrolle stets in menschlicher Hand bleibt.

Kombination mit Aufklärungsdrohnen

Die Virtus-Drohne ist mit zwei Kameras ausgestattet, die eine Verbindung zu Aufklärungsdrohnen ermöglichen, welche ihr Ziele zuweisen. Der Preis für eine Virtus-Drohne liegt unter 100.000 Euro, was im Vergleich zu den Kosten eines Panzers, der mehrere Millionen Euro kostet, einen erheblichen finanziellen Vorteil darstellt.

Entwicklung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt

Im Kontext des Ukraine-Kriegs wird nicht nur die Technologie der Drohnen weiterentwickelt, sondern auch der Schutz von Panzern. Die russischen Streitkräfte nutzen Käfigstrukturen, um den durch anfliegende Drohnen verursachten Schaden zu minimieren. Kranawetvogl erklärt, dass es zwar möglich sei, dass der Gefechtskopf einer Anti-Panzer-Drohne aufgrund solcher Schutzmaßnahmen vorzeitig detoniert, jedoch existieren Strategien, um die Schwachstellen dieser Käfige zu identifizieren und dennoch die Panzer zu erreichen. Zudem agieren Drohnen häufig in Schwärmen, sodass eine Drohne möglicherweise den Käfig zerstört, während eine andere das eigentliche Ziel angreift.

Lieferung und Einsatz der neuen Drohnen

Die erste Lieferung der Virtus-Drohnen ist für die in Litauen stationierte deutsche Brigade vorgesehen. Kranawetvogl betont, dass ein enger Austausch mit der Bundeswehr stattfindet. Im November ist eine NATO-Übung in Litauen geplant, bei der die Systeme zum Einsatz kommen. Während dieser Übungen sind die Drohnen unbewaffnet und können dank ihrer Propeller sicher landen.


Quellen: web, de.investing

Bildquelle: Bildquelle: Touko Aikioniemi auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS