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Oppositioneller González fordert Maduro zu Machtübergabe auf

Seit Wochen fordert die venezolanische Opposition die Anerkennung des Wahlsiegs ihres Kandidaten. Dem Präsidenten wirft sie Wahlfälschung vor. Jetzt appelliert der Oppositionskandidat an Maduro.

González appelliert an Maduro. (Archivbild)
Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa

In Venezuela hat Oppositionskandidat Edmundo González Urrutia den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro zu einer friedlichen Machtübergabe aufgefordert. An den Machthaber gewandt sagte er in einem Video auf der Plattform X: «Sie und Ihre Regierung müssen zur Seite treten und jetzt den Schritt zu einem friedlichen Übergang machen.»

González appellierte an den Präsidenten, die bei der Wahl am 28. Juli getroffene Entscheidung der Menschen zu respektieren. «Mit jedem Tag, an dem Sie die demokratische Transition behindern, leiden die Venezolaner unter einem Land in der Krise und ohne Freiheit», sagte er weiter. Das Festhalten an der Macht verschlimmere dies nur. Um den demokratischen Wandel im Land einzuleiten, sei González bereit, sich am politischen Dialog zu beteiligen.

https://x.com/EdmundoGU/status/1825685162513809585

Nach der Präsidentenwahl in Venezuela vor drei Wochen wurde der seit 2013 amtierende Staatschef Maduro offiziell zum Sieger erklärt. Somit könnte er im Januar eine weitere sechsjährige Amtszeit antreten. Allerdings hat das Wahlamt bisher nicht die detaillierten Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke veröffentlicht. Die Opposition beschuldigt die Regierung der Wahlfälschung und beansprucht den Sieg für ihren Kandidaten González.

In den vergangenen Wochen haben Tausende von Menschen bei Demonstrationen gegen Maduro in Venezuela und im Ausland die Anerkennung des Wahlsiegs von González gefordert.

Die USA und einige lateinamerikanische Länder haben den ehemaligen Diplomaten bereits als Wahlsieger anerkannt. Die Europäische Union, die Organisation Amerikanischer Staaten und viele andere Länder in der Region äußerten zumindest starke Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis und forderten die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnislisten. Derzeit prüft der ebenfalls loyal zum Regime stehende Oberste Gerichtshof die Wahlunterlagen.

dpa