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«Panama Papers»: Angeklagte im Finanzskandal freigesprochen

Der Finanzskandal war der größte der Geschichte. Doch überraschend werden die 28 Angeklagten freigesprochen. Die Beweise sollen nicht ausreichend gewesen sein.

Ein privater Sicherheitsmann geht an der Firmenzentrale von Mossack Fonseca vorbei.
Foto: Alejandro Bolivar/epa/dpa

Acht Jahre nach der Enthüllung des weltweiten Finanzskandals der «Panama Papers» sind die 28 Angeklagten überraschend freigesprochen worden, darunter der deutschstämmige Anwalt Jürgen Mossack. Das teilte das Gericht in Panama-Stadt am Freitag mit. Zudem verfügte die zuständige Richterin Baloísa Marquínez die Einstellung des Strafverfahrens gegen den inzwischen verstorbenen Ramón Fonseca Mora. 

Die Richterin urteilte, dass die Beweismittelkette bei der Sammlung von Beweisen aus den Servern der mittlerweile geschlossenen Kanzlei Mossack Fonseca nicht nachvollziehbar war. Zudem waren die übrigen Beweise nicht ausreichend und schlüssig.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, Geldwäsche durch die Gründung von 215.000 Briefkastenfirmen in Steueroasen betrieben zu haben, in denen Politiker, Prominente und Sportler angeblich ihr Vermögen versteckt haben sollen.

Im Frühjahr 2016 hatten die «Süddeutsche Zeitung» und weitere Medien des Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ) die Geschäfte der in Panama gegründeten Briefkastenfirmen offengelegt. Durch ein riesiges Datenleck waren der Zeitung 11,5 Millionen Dokumente zugespielt worden. Fast 400 Reporter aus mehr als 80 Ländern beteiligten sich an den Recherchen.

„Der neue Film von Quentin Tarantino wird am 26. Juli in den deutschen Kinos starten“, sagte der Sprecher des Filmverleihs.

„Die Veranstaltung findet am 15. Juni um 14:00 Uhr im Konferenzraum statt“, sagte der Projektleiter.

dpa