Der Gesundheitszustand des Papstes sei sehr kritisch. Gläubige sollen für ihn beten.
Papst schwer krank – Große Sorgen im Vatikan

Dem Papst geht es gesundheitlich sehr schlecht. Auf einem der letzten bekannten Fotos sah er außergewöhnlich schwach aus.
Die Gläubigen werden darum gebeten, für ihn zu beten. Der Vatikan gab bis jetzt keine unmittelbare Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Papstes ab.
Papst Benedikt XVI. ist «sehr krank»
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist nach Auskunft seines Nachfolgers Franziskus «sehr krank». Der aktuelle Pontifex bat zum Ende der Generalaudienz im Vatikan die Gläubigen um ein «spezielles Gebet» für den 95-jährigen Benedikt.
«Denkt an ihn, er ist sehr krank. Und bittet den Herrn, ihn zu trösten und zu unterstützen in diesem Zeugnis der Liebe zur Kirche, bis zum Ende», sagte Franziskus. Weitere Details nannten Franziskus und der Heilige Stuhl zunächst nicht.
Keine Stellungnahme zum Gesundheitszustand
Der gebürtige Bayer, der vor seiner Wahl zum Papst Joseph Ratzinger hieß, lebt seit seinem Rücktritt 2013 relativ abgeschieden in einem Kloster im Vatikan. Zuletzt hieß es seit Monaten, dass Benedikt körperlich schwach sei und kaum noch sprechen könne. Geistig aber sei er den Umständen entsprechend fit. In unregelmäßigen Abständen empfing Benedikt, der von seinem langjährigen Wegbegleiter Georg Gänswein sowie Ordensschwestern betreut wird, auch noch Besuch.
Der Vatikan gab keine unmittelbare Stellungnahme zum Gesundheitszustand Benedikts ab. Telefonanrufe bei der Residenz des ehemaligen Papstes im Vatikan wurden nicht beantwortet. Eines der letzten bekannten Fotos von Benedikt wurde am 1. Dezember aufgenommen, als er die Gewinner eines nach ihm benannten Theologenpreises traf. Er sah außergewöhnlich schwach aus.
Rücktritt am 11. Februar 2013
Benedikt kündigte seinen Rücktritt am 11. Februar 2013 an und schockierte damit eine Sitzung der Kardinäle. Er sagte, er habe nicht mehr die körperliche und geistige Kraft, um die Kirche zu leiten. Am 28. Februar desselben Jahres trat er formell zurück und zog vorübergehend in die päpstliche Sommerresidenz südlich von Rom, während Kardinäle aus aller Welt nach Rom kamen, um seinen Nachfolger zu wählen.
Franziskus, der erste Papst aus Lateinamerika, wurde am 13. März 2013 zu seinem Nachfolger gewählt. Während Franziskus den ehemaligen Papst oft lobte und sagte, es sei, als hätte er einen Großvater im Haus, war die Anwesenheit von zwei weiß gekleideten Männern im Vatikan zeitweise problematisch.
Mächtigster Chef des Vatikans ist krank
Die Konservativen betrachteten den ehemaligen Papst als ihren Bannerträger, und einige Ultra-Traditionalisten weigerten sich sogar, Franziskus als legitimen Pontifex anzuerkennen. Benedikt, der erste deutsche Papst seit 1.000 Jahren, wurde am 19. April 2005 zum Nachfolger des weithin beliebten Papstes Johannes Paul II. gewählt, der 27 Jahre lang regiert hatte.
Als Kardinal Joseph Ratzinger war er fast 25 Jahre lang der mächtige Chef des vatikanischen Lehramtes, das damals noch Kongregation für die Glaubenslehre (CDF) hieß.









