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Schärfere Einwanderungsgesetze abgelehnt – Papst fordert internationale Steuerung

Papst Franziskus spricht sich gegen Verschärfung der Gesetze aus. Er fordert bessere internationale Steuerung und Bekämpfung von Schleusern für sichere Zugangswege.

Der Papst plädiert für eine bessere Steuerung der Migration.
Foto: Andrew Medichini/AP

Papst Franziskus hat sich in seiner wöchentlichen Generalaudienz gegen eine Verschärfung der Einwanderungsgesetze ausgesprochen. Stattdessen forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche eine bessere internationale Steuerung der Migration. Außerdem müsse man den Schleusern das Handwerk legen. Nach dem Messer-Attentat mit mindestens drei Todesopfern in Solingen gibt es auch in Deutschland erneut Debatten über strengere Gesetze.

Franziskus äußerte sich in der Audienz auf dem Petersplatz zum wiederholten Male entsetzt über die vielen Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt in ihrer Heimat oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen ums Leben kommen. «Das Mittelmeer ist zu einem Friedhof geworden», sagte der Pontifex. Dabei hätten die meisten dieser Toten gerettet werden können, sagte er. 

Franziskus fügte hinzu: «Aber das geht nicht durch restriktivere Gesetze, nicht durch die Militarisierung der Grenzen, nicht durch Grenzen, nicht mit Zurückweisungen.» Stattdessen müsse es «sichere und reguläre Zugangswege» geben. Erforderlich sei eine «globale Steuerung der Migration auf der Grundlage von Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Solidarität».

[Schärfere Einwanderungsgesetze abgelehnt – Papst fordert internationale Steuerung],[Papst Franziskus spricht sich gegen Verschärfung der Gesetze aus. Er fordert bessere internationale Steuerung und Bekämpfung von Schleusern für sichere Zugangswege.]

 


 

 

 

dpa