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Pistorius denkt über Rückführung deutscher Schiffe aus Dschibuti nach

Verteidigungsminister Pistorius erwägt, deutsche Schiffe aus der Straße von Hormus abzuziehen, da ein Einsatz aufgrund fehlender Vereinbarungen und der Situation mit dem Iran unwahrscheinlich bleibt. Die Soldaten könnten stattdessen einen Sommer in Berlin verbringen.

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Die Rückkehr deutscher Schiffe aus Dschibuti wird erwogen

Die Bundeswehr könnte ihre beiden Schiffe, die derzeit in Dschibuti stationiert sind, im Sommer zurückholen. Verteidigungsminister Boris Pistorius äußerte auf einer Pressekonferenz in Berlin, dass die Schiffe nicht unbegrenzt dort verweilen können. „Sie werden nicht unendlich warten“, erklärte der SPD-Politiker, und betonte die Ungewissheit bezüglich der Bedingungen für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus.

Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz

Bereits vor einigen Wochen wurden das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ von der Bundesregierung in die Region entsandt, um sich auf einen Einsatz zur Räumung von Minen vorzubereiten. Allerdings sind die Voraussetzungen für einen solchen Einsatz nicht gegeben. Dazu zählen unter anderem die Zustimmung des Bundestags sowie eine Vereinbarung über ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen zwischen den beteiligten Staaten, insbesondere dem Iran und Oman.

Aktuelle Situation in der Straße von Hormus

Auf die Frage nach einem baldigen Einsatz in der Straße von Hormus sagte Pistorius: „Im Augenblick gibt es kein Szenario, das ich sehe, in den nächsten Tagen oder Wochen, dass der Korken schnell aus der Flasche kommt und wir in die Straße von Hormus einfahren können sollten, um Minen zu räumen.“ Der Iran habe am Dienstag einer entsprechenden Mission eine klare Absage erteilt, was die Aussichten für einen Einsatz weiter dämpfe.

Iran fordert Kontrolle über die Straße von Hormus

Der Iran pocht auf die Kontrolle über die Straße von Hormus und hat erklärt, dass er notfalls auch Gewalt anwenden könnte, um diese Forderungen durchzusetzen. Insidern zufolge strebt die iranische Führung eine formelle Anerkennung ihrer Kontrollrechte an, sobald ein aktuelles Übergangsabkommen mit den USA ausläuft. Damit will Teheran sich einen langfristigen Vorteil sichern, besonders nachdem es Konflikte mit den USA und Israel überstanden hat. Diese Konstellationen könnten die geopolitische Lage in der Region weiter komplizieren.

Schlussfolgerung

Die Unsicherheit über einen möglichen Militäreinsatz und die komplexen geopolitischen Rahmenbedingungen lassen die Rückkehr deutscher Schiffe aus Dschibuti immer wahrscheinlicher erscheinen. Verteidigungsminister Pistorius wird die Situation im Sommer erneut bewerten, um etwaige Entscheidungen zu treffen, damit die Soldaten nicht unter extremen Bedingungen im Ausland verbleiben müssen.


Quellen: n-tv

TS