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Pistorius: Können Ukraine nicht mehr Patriot-Systeme liefern

Deutschland liefert der Ukraine bereits drei Patriot-Systeme . Verteidigungsminister Pistorius appelliert an Nato-Partner, ebenfalls Flugabwehrsysteme bereitzustellen. Wird er Gehör finden?

Sieht in Deutschland keinen Spielraum mehr, der Ukraine Patriot-Systeme zu liefern: Boris Pistorius.
Foto: Christian Charisius/dpa

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat seine Nato-Amtskolleginnen und -kollegen erneut dazu aufgerufen, die Ukraine mit Flugabwehrsystemen zu unterstützen. «Wenn Deutschland drei zur Verfügung stellen kann, was immerhin ein Viertel unserer Gesamtkapazitäten dieses Systems bedeutet, dann werden andere sicherlich auch noch eins abgeben können», sagte er am Rande eines Nato-Verteidigungsministertreffens in Brüssel mit Blick auf Patriot-Flugabwehrsysteme. In Deutschland gebe es keinen Spielraum für die Bereitstellung von mehr als dieser drei Systeme, sagte er weiter.

Pistorius richtete seine Worte an andere Nato-Länder und sagte, dass es nicht unbedingt Patriot-Systeme sein müssten. Jedes System trage dazu bei, den Luftraum und somit die Sicherheit in der Ukraine zu schützen und zu verteidigen.

Das Patriot-Flugabwehrraketensystem ist eines der modernsten der Welt. Es kann verwendet werden, um feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper abzuwehren.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach in Brüssel davon, dass hart daran gearbeitet werde, sicherzustellen, dass die Verbündeten mehr Flugabwehr und diese so schnell wie möglich an die Ukraine lieferten. «Und ich erwarte, dass die Verbündeten in den kommenden Tagen und Wochen entsprechende Ankündigungen machen werden.»

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont schon seit einiger Zeit, dass mindestens sieben weitere Patriot-Systeme erforderlich sind, um die ukrainischen Städte und Ballungsräume zu schützen. Deutschland hat bisher zwei Patriot-Systeme mit dazugehörigen Raketen an die Ukraine geliefert. Eine dritte Einheit, für die derzeit ukrainische Soldaten ausgebildet werden, ist der Ukraine zugesagt und soll in Kürze geliefert werden.

dpa