Verbraucherzentralen fordern eine dauerhafte Entlastung von hohen Spritpreisen, während der Tankrabatt bald ausläuft. Statt kurzfristiger Maßnahmen sollten nachhaltige Lösungen wie eine Senkung der Stromsteuer umgesetzt werden.
Politik muss handeln: Bleibende Entlastung für Autofahrer nach Tankrabatt gefordert

Verbraucherschützer fordern von der Politik, nach dem Ende des Tankrabatts nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher zu ergreifen. Die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Ramona Pop, betont, dass die Politik jetzt aktiv werden müsse.
Dringender Handlungsbedarf
Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung an den Tankstellen nicht ausreichen, um die Belastungen für die Bürger zu mindern. Pop erklärte:
„Die Politik muss jetzt nachlegen.“
Sie fordert anstelle kurzfristiger Lösungen wie den Tankrabatt langfristige Strategien, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.
Stromsteuer als Lösung
Ein Vorschlag von Pop ist die Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte, die sofortige Entlastungen bringen könnte.
„Die Bundesregierung muss jetzt schnell ihr Wahlversprechen umsetzen, bevor der Tankrabatt ausläuft und die Belastung für viele Haushalte weiter zunimmt,“
so Pop weiter. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eine zügige Senkung der Stromsteuer für alle Bürger in Aussicht gestellt, jedoch wurde dies aufgrund finanzieller Schwierigkeiten bislang nur für bestimmte Wirtschaftsbereiche umgesetzt.
Aktuelle Spritpreissenkungen
Um die stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel, die unter anderem durch den Iran-Krieg beeinflusst wurden, zu entlasten, wurden die Spritsteuern seit Anfang Mai bis Ende Juni um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Diese Maßnahme könnte dem Staat Steuerausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro bescheren. Zudem dürfen Tankstellen gemäß einer neuen Regelung die Preise nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr erhöhen, während Senkungen jederzeit möglich sind.
Umfrage zur Wahrnehmung der Maßnahmen
Eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass die aktuellen Maßnahmen kaum als entlastend wahrgenommen werden. Laut den Ergebnissen haben 81 Prozent der Befragten nicht den Eindruck, dass die Maßnahmen ihren Alltag erleichtern. Lediglich 15 Prozent gaben an, einen tendenziell positiven Eindruck von den Entlastungen zu haben. Die Umfrage wurde vom Institut Forsa zwischen dem 26. und 28. Mai unter 1003 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.
Quellen: n-tv








