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Politiker fordern von der Schufa mehr Offenheit und Einsicht in ihre Verfahren

Im Zuge neuer Recherchen sind mehrere Bewertungsscores der Schufa ans Licht gekommen, die die versprochene Transparenz des Unternehmens infrage stellen. Die politischen Reaktionen aus den Reihen von Linken, Grünen, SPD und Union sind eindeutig: Sie fordern klare Antworten von der Schufa.

Verbraucherpolitiker kritisieren Schufa wegen mangelnder Transparenz
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Im Zuge neuer Recherchen sind mehrere Bewertungsscores der Schufa ans Licht gekommen, die die versprochene Transparenz des Unternehmens infrage stellen. Die politischen Reaktionen aus den Reihen von Linken, Grünen, SPD und Union sind eindeutig: Sie fordern klare Antworten von der Schufa. Einzig die AfD sieht in der Angelegenheit keinen Handlungsbedarf.

Versprechen der Schufa auf Transparenz

Im März dieses Jahres hatte Tanja Birkholz, die Chefin der Schufa, in einem Firmenvideo ein großes Versprechen abgegeben: “Wir haben den weltweit ersten vollständig transparenten Score für Kreditwürdigkeitsprüfungen geschaffen.” Diese Aussage sollte den Eindruck erwecken, dass alle bisherigen, intransparenten Verbraucherbewertungen durch diesen neuen Score ersetzt werden.

Widersprüchliche Informationen

Die Realität sieht jedoch anders aus. Die Schufa hat mittlerweile klargestellt, dass es auch in Zukunft verschiedene Scores und komplexere Verfahren geben wird. Dies wird von Christin Willnat, verbraucherpolitische Sprecherin der Linkspartei, als Täuschung gewertet. Sie betont: “Auf ihrer eigenen Internetseite schreibt die Schufa selbst: ‘Ein Score, 12 statt 100 Kriterien.'” Dies führe zu der Annahme, dass es tatsächlich nur einen Score gebe.

Kritik aus der Politik

Die Verbraucherpolitikerin Susanne Hierl von der CDU/CSU-Fraktion äußert ebenfalls Bedenken und fordert Erklärungen, wie die frühere Ankündigung eines einzigen Scores mit den weiterhin bestehenden zusätzlichen Bewertungsmodellen vereinbar sei. Carmen Wegge von der SPD sieht die Situation kritisch: “Es ist sehr bedenklich, wenn die größte Auskunft in Deutschland erst wochenlang mit einer Transparenz-Offensive wirbt und sich dann herausstellt, dass wesentliche Teile der neuen Geschäftsausrichtung verschwiegen wurden. Das ist das Gegenteil von Transparenz.”

Neue Scores und deren Auswirkungen

Zusätzlich berichten NDR und Süddeutsche Zeitung, dass die Schufa unbemerkt einen neuen “Hypothekenscore der neuen Generation” eingeführt hat. Dies geschieht parallel zu dem Verkauf zusätzlicher Verbraucherdaten an Firmenkunden, was die Nachvollziehbarkeit der Bewertungen für die Betroffenen erheblich erschwert. Lukas Benner, Datenschutzexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, kritisiert: “Millionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern wurden belogen. Denn es gibt ein noch komplizierteres, noch intransparenteres System.”

AfD sieht kein Problem

Die einzige Fraktion, die die Schufa nicht kritisiert, ist die AfD. Deren Verbraucherpolitiker Stefan Möller erklärt, dass die Schufa lediglich branchenspezifische Bewertungen ersetze, die bereits existierten. Er sieht keinen Handlungsbedarf, solange die geltenden rechtlichen Regeln eingehalten werden. Möller betont, dass die Natur solcher Bewertungen es mit sich bringe, dass sie “nicht hundertprozentig transparent und nachvollziehbar” seien, was er als normal erachtet.


Quellen: tagesschau

Bildquelle: depositphotos

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS