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Innenminister: Niedergeschossener Mann in München ist tot

Ein Mann ist in München mit einer Schusswaffe in der Nähe des israelischen Generalkonsulats aufgetaucht. Polizisten haben ihn niedergeschossen, wenig später starb der Mann.

Zahlreiche Polizisten sind in der Münchner Innenstadt in der Nähe des NS-Dokumentationszentrums und des Israelischen Generalkonsulats im Einsatz
Foto: Simon Sachseder/dpa

Der Mann, der in München mit einer großen Schusswaffe in der Nähe des israelischen Generalkonsulats unterwegs war und von der Polizei niedergeschossen wurde, ist tot. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab in Burghausen bekannt, dass die Identität des Mannes noch nicht geklärt ist. Herrmann machte zunächst keine Angaben über ein mögliches Motiv.

Polizeibeamte haben am Vormittag in der Nähe des Konsulats und des NS-Dokumentationszentrums in München einen Verdächtigen niedergeschossen. Es gab keine weiteren Verdächtigen. Die Polizei ist mit vielen Einsatzkräften und einem Hubschrauber in der Gegend präsent.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) schätzt die Schüsse in München als gravierenden Vorgang ein. «Es ist ein schwerwiegender Vorfall», sagte die Politikerin in Berlin. Sie wolle aber nicht spekulieren, es gelte abzuwarten. 

«Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Münchner Polizei, die da einen guten Einsatz aus meiner Sicht machen», sagte Faeser. «Der Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen, das wissen Sie, hat oberste Priorität.» 

Herrmann wies darauf hin, dass die Schüsse am Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972 abgefeuert wurden. Zu dieser Zeit hatten palästinensische Geiselnehmer Mitglieder des israelischen Olympiateams getötet.

[Polizei erschießt bewaffneten Mann in München,Identität des Toten noch unklar. Polizei lobt Einsatz. Bundesregierung äußert sich besorgt über Vorfall.]

dpa