Putin kennt keine Grenzen: Das nächste Ziel des Kreml-Chefs soll Japan sein.
Putin: Angriff auf Japan geplant

Monate bevor Präsident Wladimir Putin eine groß angelegte Invasion in der Ukraine startete, soll er einen Angriff auf Japan geplant haben. Dies soll aus einem Brief eines Informanten des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) hervorgehen.
Russland soll sich im August 2021 ernsthaft auf einen lokalen militärischen Konflikt mit Japan vorbereitet haben. Doch Monate später wurde stattdessen eine Invasion in der Ukraine gestartet.
FSB-Agent enthüllt geheime Informationen
Im März schrieb ein FSB-Agent, der als „Wind of Change“ bezeichnet wird, einen Brief an Wladimir Osechkin, einen russischen Menschenrechtsaktivisten. Osechkin betreibt eine Anti-Korruptions-Website namens Gulagu.net und lebt im französischen Exil, da er von der russischen Regierung auf eine Fahndungsliste gesetzt wurde.
Ihm wird vorgeworfen, einen riesigen Fundus an geheimen Dokumenten, Fotos und Videos veröffentlicht zu haben. In diesen sieht man Hunderte von Fällen von Vergewaltigung und Folter von Insassen in russischen Gefängnissen – unter der Regie von Gefängnisbeamten.
„Wind of Change“ der FSB-Agent schickt regelmäßig E-Mails an Osechkin, in denen er die Wut und Unzufriedenheit über Putin innerhalb des russischen Sicherheitsdienstes zum Ausdruck bringt. Igor Sushko, der Exekutivdirektor der Wind of Change Research Group, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Washington, übersetzt diese Briefe seit dem 4. März aus dem Russischen ins Englische.
Konflikt mit Japan geplant
In einem der Brief behauptet der Informant nun, dass sich Russland im August 2021 ernsthaft auf einen lokalen militärischen Konflikt mit Japan vorbereitet hätte. Er deutet an, dass Russland sich stattdessen dafür entschied, Monate später eine Invasion in der Ukraine zu starten.
Im März berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax, dass der östliche Militärdistrikt Russlands mit mehr als 3.000 Soldaten und Hunderten von Ausrüstungsgegenständen militärische Übungen auf den Kurileninseln durchführt. Die Kurileninseln sind eine Kette von Inseln, die sich zwischen der japanischen Insel Hokkaido und der russischen Halbinsel Kamtschatka befinden.
Diese Inseln trennen das Ochotskische Meer vom Pazifischen Ozean. Sie werden von Russland verwaltet, aber auch von Japan beansprucht. Die ehemalige Sowjetunion eroberte die Kurileninseln am Ende des Zweiten Weltkriegs, und seither betrachtet Moskau sie als Bestandteil Russlands. Jedoch erhebt Japan immer wieder Ansprüche auf die Inseln.
3500 Soldaten stationiert
Berichten zufolge hat Moskau rund 3.500 Soldaten, Panzer, selbstfahrende Artillerie und Raketen auf den Inseln Etorofu und Kunashiri stationiert, um die russische Kontrolle über die Inseln aufrechtzuerhalten.
Der FSB-Whistleblower erklärte in dem Brief, dass die Kurileninseln für Japan die Niederlage des Zweiten Weltkriegs repräsentieren und das Land unter anderem daran hindern, über eine offizielle Streitmacht und einen Auslandsgeheimdienst zu verfügen. Die Rückeroberung der Kurileninseln würde daher eine Revision des japanischen Nachkriegsstatus bedeuten.
Er beschrieb auch die Befürchtungen Russlands, dass die USA sich am Konflikt interessieren und Japan bei der Rückeroberung der Kurileninseln helfen könnte. Damit würde sich die USA Japans Unterstützung in einem möglichen zukünftigen Konflikt mit China sichern wollen. Auf dieser Basis hätte Russland einen Krieg gegen Japan starten wollen.
Mi-8MTPR-1 Hubschrauber gegen Japan
Die Grundlage für einen Angriff auf Japan sollte mit dem Narrativ, dass „die Japaner auf brutale biologische Experimente spezialisiert sind, Unmenschlichkeit zeigen und eine Neigung zum Nazismus haben. Sowie sich nach dem Krieg entmilitarisieren hätten müssen, aber gegen diese Vorschriften verstoßen und dadurch ein Risiko für Russland darstellen“ gerechtfertigt werden.
Der Informant behauptet, dass Russland auch militärische Vorbereitungen im Rahmen der Bereitstellung von Mi-8MTPR-1 Hubschraubern begann. Letztendlich sich doch gegen einen Krieg mit Japan entschied, da der internationale Widerstand größer gewesen wäre. Stattdessen soll es dann zum Krieg mit der Ukraine gekommen sein.








