Die Reaktion auf die USA-Reise von Ukraine-Präsident Selenskyj hat nicht lange auf sich warten lassen. Putin sieht keine Chance mehr auf Friedensgespräche.
Putin droht mit Atombomben-Angriff im Januar

Der Kreml ist sich sicher: Es gibt keine Chance auf Friedensgespräche mehr. Schon kurze Zeit, nachdem Präsident Selenskyj zu einem Treffen mit Joe Biden ins Weiße Haus gereist ist, droht der Krieg in der Ukraine komplett zu eskalieren.
Als direkte Reaktion auf das Waffenbündnis der Ukraine mit den USA hat Putin geschworen, seine unaufhaltsame nukleare Hyperschallrakete Satan-2 innerhalb der kommenden Wochen zu starten.
Nuklear-Rakete Satan-2 soll im Januar eingesetzt werden
Laut Informationen der britischen Zeitung Sun versprach Putin am Mittwoch während eines Treffens mit Militärchefs, er wolle seine furchterregende RS-28 Sarmat-Rakete – Spitzname Satan-2 – im Januar einsetzen. Die gefährliche Rakete kann Ziele mit einer Geschwindigkeit von rund 26.000 km pro Stunde in die Luft jagen – das bedeutet, dass sie beispielsweise das Vereinigte Königreich in nur sechs Minuten auslöschen könnte.
Der Politiker Aleksey Zhuravlyov hatte zuvor damit gedroht, Großbritannien mit der Hyperschallrakete Satan-2 in wenigen Minuten zu vernichten und Finnland in nur zehn Minuten auszulöschen. Das Ungetüm kann außerdem 15 Sprengköpfe tragen und mehrere Atombomben in einem einzigen Schlag abwerfen.
Erfolgreicher Test der Satan-2
Nach einem erfolgreichen ersten Test im April behauptete der 70-jährige Putin, die Atomrakete könne „jede Verteidigung durchbrechen“ und würde „diejenigen, die versuchen, Russland zu bedrohen, zum Nachdenken zwingen“.
Während des Test-Starts waren Aufnahmen zu sehen, die zeigten, wie die riesige, 35 Meter hohe Rakete aus einem unterirdischen Silo gestartet wurde und einen gewaltigen Feuerball auslöste. Die Rakete durchquerte in rund 15 Minuten die gesamte Länge Russlands.
Selenskyjs USA Reise: Kein Frieden in Aussicht
Währenddessen reiste Selenskyj am Mittwoch nach Washington, um sich mit Präsident Joe Biden zu treffen, eine Rede vor dem Kongress zu halten und nach weiterer Unterstützung zu fragen. Die Reise in die USA war Selenskyjs erste Auslandsreise seit der russischen Invasion in der Ukraine vor 300 Tagen.
Selenskyj sagte, der Besuch solle Kiews „Widerstandsfähigkeit und Verteidigungsfähigkeit“ angesichts der wiederholten russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf die Energie- und Wasserversorgung des Landes mitten im Winter stärken. US-Beamte versicherten, dass Biden die Gespräche nicht dazu nutzen würde, Selenskyj an den Verhandlungstisch mit Putin zu drängen.
Der Kreml erklärte daraufhin am Mittwoch, er sehe keine Chance für Friedensgespräche mit Kiew. In einem Telefongespräch mit Reportern erklärte Sprecher Dmitri Peskow, dass weitere westliche Waffenlieferungen an die Ukraine zu einer „Vertiefung“ des Konflikts führen würden.








