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Putin bietet China Ausbau der Energielieferungen an

Russland möchte chinesische Wirtschaft mit sauberer Energie versorgen und die strategische Allianz im Energiesektor stärken. Neue Absatzmärkte werden gesucht.

Auf diesem von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlichten Foto besucht der russische Präsident Wladimir Putin eine Ausstellung im Harbin Institute of Technology in Harbin in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang.
Foto: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seiner Visite in China angeboten, die Energielieferungen an das Nachbarland auszubauen. «Russland ist bereit und in der Lage, die chinesische Wirtschaft, Unternehmen, Städte und Dörfer kontinuierlich und zuverlässig mit ökologisch sauberer und erschwinglicher Energie, Strom und Wärme zu versorgen», sagte der Kremlchef bei der Eröffnung einer russisch-chinesischen Messe in der Millionenstadt Harbin.

Er ist überzeugt davon, dass die strategische Allianz im Energiebereich weiter gestärkt wird. Aufgrund westlicher Sanktionen gegen seinen Öl- und Gassektor ist Russland nach dem von Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine gezwungen, neue Absatzmärkte für seine Energieträger zu suchen.

Laut Putin bedeutet das aktuelle Handelsvolumen von 240 Milliarden Dollar (220 Milliarden Euro) noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten. Neben dem Energiesektor hofft Moskau nach dem Exodus westlicher Automobilhersteller auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Fahrzeugbau und in der Landwirtschaft.

Gaspipeline durch die Mongolei

Russland plant im Energiesektor konkret den Bau einer weiteren Gaspipeline durch die Mongolei nach China. Vizeregierungschef Alexander Novak kündigte an, dass eine entsprechende Vereinbarung in wenigen Tagen unterzeichnet wird. Derzeit wird die finale Abstimmung über die wirtschaftlichen und kommerziellen Bedingungen für das Projekt durchgeführt. Die Kapazität der Leitung Power of Siberia 2 soll 50 Milliarden Kubikmeter pro Jahr betragen. Im vergangenen Jahr flossen über die bereits bestehende Power of Siberia-Pipeline 22,7 Milliarden Kubikmeter Gas.

Während des zweitägigen Staatsbesuchs Putins stehen die Schwerpunkte Politik und Wirtschaft im Vordergrund. In den Gesprächen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking zeigten beide Seiten große Übereinstimmung. Bei seinem Besuch in der von Russen gegründeten Stadt Harbin im Norden Chinas besichtigte Putin neben der Messe auch die Polytechnische Universität und beantwortete ausgewählte Fragen der Studenten.

dpa