Die Polizei ist in Mannheim und in der Nähe von Karlsruhe und Worms mit einem Großaufgebot im Einsatz. Bei einer Razzia gegen Schleuserkriminalität werden 24 Wohnungen durchsucht.
Razzien gegen Schleuserkriminalität im Südwesten

Während einer Razzia gegen Schleuserkriminalität durchsuchte die Polizei Wohnungen in Mannheim sowie in der Nähe von Karlsruhe und Worms. Ein Sprecher der Bundespolizei teilte mit, dass bereits vier Haftbefehle vollstreckt wurden. Insgesamt wurden 24 Wohnungen durchsucht.
Mindestens zweistellige Anzahl an Menschen eingeschleust
Gegen eine siebenköpfige Schleuserbande wird ermittelt, bestehend aus Männern und Frauen. Obwohl gegen drei Mitglieder der Gruppe kein Haftbefehl vollstreckt wurde, wird dennoch ein Strafverfahren eingeleitet.
Laut dem Sprecher soll die Gruppe Menschen aus vorderasiatischen und kaukasischen Ländern nach Deutschland gebracht und ohne Erlaubnis hier arbeiten lassen haben. Am Morgen gab der Sprecher bekannt, dass mindestens eine zweistellige Anzahl eingeschleust wurde. Eine genaue Zahl nannte er zunächst nicht.
Ermittlungen begannen im Januar
Ein Mann wurde laut Polizei bereits im Juli des vergangenen Jahres bei der Ausreise am Flughafen Frankfurt am Main kontrolliert – dies führte zu ersten Hinweisen auf die Schleusergruppe. Er konnte bei der Ausreise einen Pass mit Visum vorlegen, jedoch ohne Arbeitserlaubnis. Bei der Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass der Mann in Deutschland gearbeitet hatte, wie der Sprecher mitteilte.
Bei späteren Kontrollen am Flughafen Stuttgart und Frankfurt wurden bei weiteren Personen ähnliche Auffälligkeiten festgestellt. Der Zoll führte daraufhin Kontrollen bei mehreren Firmen durch – darunter ein Betonwerk -, bei denen mehrere Personen entdeckt wurden, die illegal in Deutschland arbeiteten. Seit Januar ermittelt die Polizei gegen die Gruppe.
Gefälschte Ausweisdokumente
Nach Angaben wurde nach der Einreise der Menschen mit Visum die Gruppe gefälschte EU-Personalausweise erstellt. Dadurch konnten die Personen in Deutschland arbeiten. Sie erhielten offenbar weniger als den Mindestlohn.
Es wird daher wegen des Verdachts auf gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern, Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthaltsgenehmigung und Urkundendelikten ermittelt. Das Hauptzollamt Karlsruhe ist in die Ermittlungen einbezogen, da auch die Veruntreuung von Sozialversicherungsbeiträgen vermutet wird. Somit liegt auch ein Verstoß gegen das Schwarzarbeitergesetz vor.








