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Rente mit 70? Rentenkommission bringt höheres Eintrittsalter ins Gespräch

Die Debatte um die Zukunft der Altersvorsorge gewinnt an Fahrt: In der Rentenkommission wird auch über eine mögliche Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre gesprochen. Hintergrund sind steigende Kosten und der demografische Wandel.

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Foto: depositphotos

Angesichts einer alternden Gesellschaft und wachsender Belastungen für das Rentensystem diskutiert die eingesetzte Kommission Reformoptionen für die gesetzliche Rente. Dabei steht auch eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters im Raum – perspektivisch bis auf 70 Jahre.

Demografischer Druck wächst

In Deutschland kommen auf immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentenempfänger. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen schrittweise in den Ruhestand, während jüngere Generationen zahlenmäßig kleiner sind. Das setzt die gesetzliche Rentenversicherung unter erheblichen finanziellen Druck.

Schon jetzt steigt das reguläre Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre. Einige Ökonomen halten das angesichts steigender Lebenserwartung jedoch langfristig für nicht ausreichend.

Kontroverse politische Debatte

Eine „Rente mit 70“ gilt politisch als hoch umstritten. Kritiker warnen davor, dass viele Beschäftigte – insbesondere in körperlich belastenden Berufen – kaum in der Lage wären, so lange zu arbeiten. Befürworter argumentieren hingegen, dass eine längere Lebensarbeitszeit notwendig sei, um Beitragssätze und Bundeszuschüsse stabil zu halten.

Diskutiert wird unter anderem, das Renteneintrittsalter stärker an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln. Damit würde sich die Altersgrenze automatisch anpassen.

Reformbedarf unumstritten

Unabhängig von der konkreten Zahl herrscht Einigkeit darüber, dass das Rentensystem langfristig reformiert werden muss. Neben einer möglichen Anhebung des Eintrittsalters stehen auch eine stärkere kapitalgedeckte Vorsorge sowie eine breitere Finanzierungsbasis zur Debatte.

Die Beratungen der Rentenkommission dürften die politische Diskussion in den kommenden Monaten prägen – denn die Frage, wie lange Menschen künftig arbeiten sollen, betrifft Millionen Beschäftigte in Deutschland.

TS
Quellen: n-tv.de