Putins wichtigster Propagandist will Krieg gegen den Westen führen. Die russischen Soldaten sollen nach Berlin kommen.
Russe droht mit Angriff auf Berlin

Die Kluft zwischen dem Westen und Russland wird immer tiefer. Nun teilt Putin-Propagandist und Fernsehmoderator Wladimir Solowjow in seiner Talkshow wieder einmal gegen den Westen aus.
Dabei wirft er mit Beleidigungen gegen den Westen um sich und droht sogar mit Krieg. Solowjow gilt unter Beobachtern als einer der wichtigsten Propagandisten des Kremls.
Wladimir Solowjow – Hass-Triade gegen den Westen
Der russische Propagandist Wladimir Solowjow brach in eine Tirade voller Propaganda aus. Dabei verwies er in seiner Live-Talkshow auf Russlands Kriegssiege. Solowjow, Fernsehmoderator und lebenslanger Verbündeter von Wladimir Putin, erwähnte Konflikte aus der Vergangenheit wie die Schlacht von Paris 1814 und die Schlacht von Berlin 1945, bei der sich französische und deutsche Truppen den russischen Streitkräften ergaben.
Anschließend wiederholte er Wladimir Putins Behauptung, die Ukraine sei von Nazis unter der Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj übernommen worden. In einer Drohung an alle Verbündeten der Ukraine, einschließlich der europäischen Staats- und Regierungschefs, versprach er, sie vor das internationale Militärgerichte zu stellen. So wie die Vertreter des besiegten Nazi-Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg vor Gericht gestellt wurden.
„Wir werden nach Berlin zurückkehren“
Unter Verweis auf den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) begann Wladimir Solowjow seine zornige Tirade im russischen Staatssender Russia1 mit den Worten: „Sie wollen einen Prozess in Den Haag? Dann werden wir Sie in Den Haag anklagen! Wir werden nach Den Haag kommen, so wie wir nach Nürnberg gekommen sind, um Sie zu verurteilen! Wir werden nach Den Haag kommen, wir werden nach Paris zurückkehren wie im 19. Jahrhundert, und wir werden nach Berlin zurückkehren wie im 20. Jahrhundert!“
Weiter hieß es: „Wenn im 21. Jahrhundert der russische Soldat die europäischen Bastarde wieder daran erinnern muss, dass wir mit Respekt bedacht werden müssen, werden wir euch dazu zwingen!“
Zudem stellte sich der russische Fernsehmoderator vor, wie eine Invasion in Europa aussehen würde und welche Hindernisse den russischen Truppen in den Weg gelegt würden. „Wird es für uns schwierig werden? Sehr! Wird es Angriffe auf unsere Städte geben? Ja. Werden die europäischen Nazis alles bekommen, was ihre amerikanischen Herren ihnen geben können? Ja, natürlich. Werden sie uns zusätzliche Sanktionen auferlegen? Ja.“
Großbritannien bildet Richter aus
Die Äußerungen des russischen Propagandisten kommen zu einem Zeitpunkt, bei der eine Gruppe von 90 ukrainischen Richtern eine von Großbritannien bereitgestellte Ausbildung absolvieren, um russische Soldaten, die der Tötung ukrainischer Zivilisten beschuldigt werden, vor Gericht zu stellen.
In ihrem ersten Rundfunkinterview als Generalstaatsanwältin erklärte Victoria Prentis gegenüber Sky News, der Zweck der Schulungen bestehe darin, sicherzustellen, dass die Täter von Kriegsverbrechen verfolgt werden können, während der Konflikt weiter tobt.
Prozess gegen russische Soldaten
Bisher wurden etwa 14 russische Soldaten verurteilt, wobei der erste Prozess im Mai stattfand. Berichten zufolge sind bereits mehr als 43.000 Fälle registriert worden. „Sie verfolgen Kriegsverbrechen in Echtzeit“, sagte Frau Prentis. „Dies ist ein lebendiger und sehr brutaler Konflikt.“
Wolodymyr Selenskyjs oberster Berater sagte, die Kriegsverbrechen in der nordöstlichen Stadt Izium – wo nach ukrainischer Auffassung während der russischen Besatzung über 1.000 Menschen getötet wurden – seien der Beweis dafür, dass internationale Kriegsverbrecherprozesse nach dem Vorbild der Nürnberger-Prozesse notwendig seien.
Bei den Nürnberger-Prozessen, die von Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden, wurden 21 der wichtigsten überlebenden Führer Nazideutschlands wegen Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs vor Gericht gestellt.








