Russische Soldaten überleben im Ukraine-Konflikt im Schnitt nur 20 bis 35 Minuten auf dem Schlachtfeld. Monatliche Verluste belaufen sich auf etwa 30.000, während die Ukraine bereits 600 Quadratkilometer zurückerobern konnte.
Russische Soldaten fallen oft schon kurz nach Kampfbeginn im Gefecht.

Moskau – Die Lage der russischen Streitkräfte im Ukraine-Konflikt gestaltet sich zunehmend besorgniserregend. Militärblogger berichten, dass Russland gegenwärtig monatlich etwa 30.000 Soldaten verliert. Besonders alarmierend ist die Überlebensdauer der an die Front entsandten Soldaten, die im Durchschnitt lediglich zwischen 20 und 35 Minuten beträgt.
Häufig liegt die Zeitspanne zwischen der Einberufung und dem Tod eines Soldaten nur zwischen zehn Tagen und drei Wochen. Diese enormen Verluste werden vor allem auf die veränderten Rahmenbedingungen moderner Kriegsführung zurückgeführt.
Der britische Historiker und Oxford-Professor Peter Frankopan hebt hervor, dass Drohnen inzwischen entscheidende Rollen im Krieg spielen. Diese Technologie hat die Kriegsführung revolutioniert und trägt erheblich zu den hohen Verlusten bei.
Zusätzlich berichten Quellen, dass Russland derzeit für jeden gefallenen ukrainischen Soldaten etwa acht eigene Soldaten verliert. Um diesen Verlusten entgegenzuwirken, lockt Moskau Freiwillige mit Antrittsprämien von bis zu 70.000 Euro.
Allerdings sind trotz dieser Anstrengungen in letzter Zeit keine signifikanten Geländegewinne verzeichnet worden. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj teilte mit, dass seine Truppen bereits rund 600 Quadratkilometer zurückerobert haben.
In einem Interview äußerte sich auch der ehemalige Leiter des US-Militärgeheimdienstes, Robert Ashley. Er sieht die Ukraine im Vorteil und betont, dass sie „dabei ist, zu gewinnen“. Dies korreliert mit der Tatsache, dass Russland bisher seine wesentlichen Kriegsziele nicht erreichen konnte.
Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich jedoch unbeeindruckt von diesen Entwicklungen. In einer Ansprache im Staatsfernsehen bekräftigte er, dass die russische Armee ihre Kriegsziele weiterhin verfolgen werde. Berichte über einen angeblichen Soldatennotstand in der Ukraine wies er als übertrieben zurück.
Seit dem Beginn des Konflikts am 24. Februar 2022 führt Russland einen umfassenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Beide Seiten erleiden verheerende Verluste. Schätzungen zufolge könnten bis Juni 2026 zwischen 325.000 und fast 500.000 russische Soldaten gefallen sein, während die ukrainischen Verluste auf etwa 100.000 bis 140.000 geschätzt werden. Die genauen Zahlen der Verluste bleiben von beiden Seiten geheim, und die aktuell hohen Verluste könnten temporäre Spitzenwerte darstellen, deren Überprüfung jedoch schwierig bleibt.
Quellen: Bild, t-online
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