Wladimir Putin hat die Aufstockung der russischen Armee um 15.500 Soldaten angeordnet, um den hohen Verlusten in der Ukraine entgegenzuwirken. Zudem steigen die Militärausgaben auf einen Rekordwert, während Kiew neue Angriffe und eine verstärkte Mobilmachung Russlands meldet.
Russische Streitkräfte: Weitere Aufstockung der Truppen angekündigt

Wladimir Putin, der Präsident Russlands, hat angesichts der anhaltend hohen Verluste im Ukraine-Krieg ein neues Dekret zur Verstärkung der Armee unterzeichnet. Dieses Dekret sieht vor, die Anzahl der Soldaten in den russischen Streitkräften um 15.500 zu erhöhen. Nach dieser Anpassung wird die zulässige Gesamtstärke auf 2.441.630 Personen festgelegt, von denen 1.550.500 aktive Militärangehörige sind.
Schon in den Monaten März, Juni und Juli hatte Putin ähnliche Schritte zur Erhöhung der Truppenstärke angekündigt. Derzeit erzielt Russland im Konflikt mit der Ukraine nur geringe Geländegewinne. Kiew hat Moskau mehrfach beschuldigt, eine neue Mobilmachungswelle vorzubereiten; Putin hingegen bezeichnet diese Vorwürfe als “Desinformation”.
Parallel zu den Truppenaufstockungen steigen auch die militärischen Ausgaben Russlands. Für 2027 sind Investitionen in Höhe von 17,1 Billionen Rubel (etwa 178 Milliarden Euro) eingeplant. Dies entspricht einer Erhöhung von etwa 27 Prozent im Vergleich zu dem ursprünglich angestrebten Budget von 13,5 Billionen Rubel und würde einen neuen Rekordstand seit Beginn des Ukraine-Kriegs darstellen.
Die russische Regierung plant, im nächsten Jahr die Militärausgaben auf einen historisch hohen Wert anzuheben. In der Nacht wurden erneut Angriffe auf Kiew mit ballistischen Raketen verübt. In diesem Zusammenhang hat der Papst neue Gespräche über eine Beendigung des Krieges gefordert.
Zusätzlich informierte Selenskyj über die Anwesenheit von mehr als 8.000 nordkoreanischen Soldaten in Russland. Er erklärte, dass Russland dafür unter anderem mit Technologien zahlt, während im Gegenzug die Produktion von Angriffsdrohnen des Typs “Shahed” auf nordkoreanischem Boden mit technischer Unterstützung aus Russland begonnen wurde.
Quellen: tagesschau, Focus
Bildquelle: http://www.kremlin.ru via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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