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Russland: „Wir werden euch alle töten!“ – Drohung gegen Deutschland

Seitdem Ukraine-Krieg sind die Augen der Welt auf Russland gerichtet. Nun wurde im russischen Staatsfernsehen einem Deutschen mit Mord gedroht.

Foto: NF24 / Canva

„Ein weiterer normaler Tag im vom Kreml kontrollierten Staatsfernsehen“, schreibt Kreml-Kritikerin Julia Davis über den Vorfall auf Twitter. Die Drohnachricht äußerte der Politiker Aleksej Schurawljow in der Sendung „60 Minutes“, wo er zu Gast war.

Schock-Ansage: Mord-Drohung im Staatsfernsehen

Der Putin-Verbündeten Aleksej Schurawljow, Mitglied der russischen Duma, sorgte im russischen Staatsfernsehen für Entsetzen, als er einem deutschen Reporter mit dem Tod drohte, weil er in der Ukraine über den Krieg berichtete. Der betroffene Reporter, reagierte auch mittlerweile auf den Vorfall und nennt den Auftritt „Freakshow“.

Aleksej Schurawljow ist ein Generaloberst der Streitkräfte Russlands. Schon im Syrien-Krieg kommandierte er die russischen Streitkräfte und ist derzeit Kommandeur des Westlichen Militärbezirks, dem auch die 79. Artillerie Brigade zugeordnet ist und welcher Kriegsverbrechen im Rahmen des russischen Einmarsches in die Ukraine 2022 zur Last gelegt werden. Im Staatsfernsehen drohte er nun dem „Bild“-Reporter Björn Stritzel.

„Es ist mir scheißegal, ich will diesem Nazi sagen: B****, wir alle werden kommen und euch alle töten“, sagte Schurawljow in der Sendung, gegenüber Björn Stritzel. Demnach beleidigte und drohte Schrawljow dem deutschen Reborter. Selbst vom russischen Moderator der Sendung, Jewgeni Popow, wurde der Putin-Scherge daraufhin ermahnt. Er kritisierte ihn, weil er Menschen im Fernsehen bedrohte. „Das sind Journalisten. Das sind Propagandisten, aber lassen Sie uns nicht so sein. Lassen Sie uns niemanden umbringen“, sagte Popow. Doch selbst das war Schurawljow völlig egal.

Björn Stritzel, der betroffene Journalist, lässt die Drohung nicht an sich. Der Chefkorrespondent für Außen- und Sicherheitspolitik bei Bild verurteilte die Drohung aufs Schärfste und lässt sich dadurch nicht einschüchtern. „Es sagt viel über die russische Gesellschaft aus, wenn sie eine solche Freakshow als Hauptnachricht bringt. Während die Drohungen gegen Westler wie mich für einen Lacher gut sind, ist es wichtiger, sich daran zu erinnern, dass das Regime, das diese erbärmlichen Clowns beschäftigt, täglich Ukrainer foltert und tötet und mutige russische Journalisten wie Wladimir Kara-Murza einkerkert oder ermordet, wie es mit Anna Politkowskaja geschah“, schrieb der Journalist in einer Erklärung gegenüber „Newsweek“.

YY
Quellen: news.de