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Neues Bündnis in Sachsen wird drittstärkste Kraft bei Umfrage

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erzielt bei einer Umfrage in Sachsen 8,0 Prozent und spricht vor allem bisherige AfD- und SPD-Wähler an.

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kann sich Hoffnungen auf einen Einzug ins sächsische Landesparlament machen.
Foto: Lando Hass/dpa

Das neugegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schneidet bei einer Umfrage zur sogenannten Sonntagsfrage in Sachsen als drittstärkste Kraft ab. Das geht aus dem aktuellen Sachsentrend des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) hervor. Auf die Frage «Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag in Sachsen Landtagswahl wäre?» antworteten demnach 8,0 Prozent der Befragten BSW. Der MDR gab die Umfrage beim Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap in Auftrag.

Laut der Umfrage könnte die BSW speziell bisherige Wählerinnen und Wähler der AfD und der SPD ansprechen – mit jeweils 38 beziehungsweise 28 Prozent.

Bei der Sonntagsfrage wählten 35 Prozent die AfD, was 7,5 Prozentpunkte mehr sind als bei der letzten Landtagswahl 2019. Der Landesverfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen als gesichert rechtsextrem ein. Laut Umfrage ist die CDU mit 30 Prozent die zweitstärkste Kraft. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag sie bei 32,1 Prozent.

Linke würde Einzug ins Parlament verpassen

Die SPD erzielte beim Sachsentrend einen Anteil von 7,0 Prozent, was 0,7 Prozentpunkte weniger ist als bei der vorherigen Landtagswahl. Die Grünen erhielten ebenfalls 7,0 Prozent, was 1,6 Prozentpunkte weniger ist als bei der vorherigen Wahl. Lediglich 4,0 Prozent der Befragten würden derzeit die Linke wählen, die um den Einzug ins Parlament bangen müsste. Bei der Landtagswahl 2019 hatte die Partei 6,4 Prozentpunkte mehr erhalten.

Generell sind Wahlumfragen immer mit Unsicherheiten verbunden. Die Gewichtung der erhobenen Daten wird den Meinungsforschungsinstituten durch nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschwert. Im Grunde genommen spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Vorhersagen für das Wahlergebnis.

In der Tat ist geplant, am 1. September in Sachsen einen neuen Landtag zu wählen. Ebenso sind im September Parlamentswahlen in Thüringen und Brandenburg geplant.

Gemäß einer Mitteilung des MDR wurden für die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap zwischen dem 18. und 23. Januar 2024 etwa 1200 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Sachsen befragt.

dpa