Saudi-Arabien hat an einem Tag sieben Todesurteile vollstreckt, darunter fünf Saudis und zwei Jordanier, die wegen Drogendelikten verurteilt wurden. In diesem Jahr wurden bereits 38 Hinrichtungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen durchgeführt, was die anhaltend hohe Zahl von Hinrichtungen im Kön…
Sieben Todesurteile in Saudi-Arabien innerhalb eines Tages vollstreckt

In Saudi-Arabien wurden an einem einzigen Tag sieben Menschen hingerichtet. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA fanden die Hinrichtungen am Sonntag in der Region Riad statt. Unter den Verurteilten befanden sich fünf saudi-arabische Staatsbürger sowie zwei Jordanier, die wegen des Schmuggels von Amphetaminpillen in das Königreich zum Tode verurteilt worden waren.
Seit Beginn des Jahres 2026 wurden in Riad bereits 38 Hinrichtungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen vollstreckt. Dies entspricht, nach einer Zählung von AFP auf Basis offizieller Daten, dem Großteil der insgesamt 61 durchgeführten Hinrichtungen in diesem Jahr. Von den Hingerichteten waren 33 ausländische Staatsangehörige, was bedeutet, dass Ausländer den Großteil der in diesem Jahr vollstreckten Todesurteile ausmachten.
Rekordzahlen bei Hinrichtungen in Saudi-Arabien
Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien zum zweiten Mal in Folge einen Rekordwert. Die Behörden vollstreckten 356 Todesurteile, von denen 243 wegen Drogendelikten ausgesprochen wurden. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 338 Hinrichtungen registriert.
Wiederaufnahme der Hinrichtungen
Saudi-Arabien hatte die Vollstreckung der Todesstrafe im Zusammenhang mit Drogendelikten rund drei Jahre lang ausgesetzt. Ende 2022 wurden die Hinrichtungen jedoch wieder aufgenommen.
Internationale Perspektive auf die Todesstrafe
Saudi-Arabien zählt zu den Ländern mit den weltweit höchsten Raten an vollstreckten Todesurteilen. Laut Menschenrechtsorganisationen gibt es nur in China und im Iran mehr Hinrichtungen als im Königreich. Saudi-Arabien ist zudem einer der bedeutendsten Märkte für die Aufputschdroge Captagon. Unter dem früheren syrischen Machthaber Baschar al-Assad entwickelte sich Syrien, laut Angaben der UNO, zum Hauptproduzenten von Captagon im Nahen Osten.
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