Dem US-Senator Bob Menendez wird Korruption vorgeworfen. Er soll seinen Einfluss im Sinne der ägyptischen Regierung geltend gemacht und dafür viel Geld kassiert haben. Nun kommen weitere Vorwürfe hinzu.
Schmiergeld aus Katar? Weitere Vorwürfe gegen US-Senator

Die Ermittler haben weitere Vorwürfe in der Korruptionsanklage gegen den US-Senator Bob Menendez erhoben. In einer veröffentlichten erweiterten Anklageschrift beschuldigen die Ankläger den Demokraten, Schmiergelder und Luxusartikel angenommen zu haben, um seinen politischen Einfluss nicht nur für die Regierung von Ägypten, sondern auch von Katar einzusetzen. Laut der Anklageschrift ging es unter anderem um die Unterstützung für Millionen-Investments eines Fonds mit Verbindungen zur katarischen Regierung.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Senator aus New Jersey zuvor bereits vorgeworfen, politische Entscheidungsprozesse zugunsten der ägyptischen Regierung beeinflusst und im Gegenzug persönliche Vorteile erhalten zu haben. Ermittler hatten bei ihm etwa 500.000 US-Dollar (rund 469.000 Euro) in bar gefunden – versteckt in Umschlägen und in seinen Jacken, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Auch von einer «Menge Gold» war die Rede. In der Anklageschrift hieß es unter anderem, Menendez und seine Frau hätten sich von Geschäftsleuten bestechen lassen und im Auftrag der ägyptischen Regierung gearbeitet. Die Vorwürfe waren bereits zuvor schon ein Mal erweitert und ergänzt worden.
Trotz der Vorwürfe forderten verschiedene demokratische Senatoren Menendez und seine Ehefrau und zwei Geschäftspartner auf, zurückzutreten, nachdem er in Bezug auf die erste Version der Anklageschrift auf nicht schuldig plädiert hatte.








