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Scholz sagt Unterstützung für Pharmastandort Deutschland zu

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly investiert 2,3 Milliarden Euro in ein neues Werk in Rheinland-Pfalz. Kanzler Scholz betont, dies sei eine der größten Investitionen in den Pharmastandort Deutschland seit Jahrzehnten.

Eli-Lilly-Vorstandschef Dave Ricks (l-r), Bundeskanzler Olaf Scholz, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beim symbolischen Spatenstich in Alzey.
Foto: Arne Dedert/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betont die Bedeutung der Stärkung des Pharmastandorts Deutschland als eine wichtige Aufgabe für die Bundesregierung. «Was immer wir als Bund tun können, um den Pharmastandort Deutschland zu stärken, das werden wir tun», sagte Scholz beim symbolischen Spatenstich für ein neues Werk des US-Pharmakonzerns Eli Lilly im rheinland-pfälzischen Alzey.

Der US-Konzern investiert etwa 2,3 Milliarden Euro in den Standort in Rheinhessen. «Wir reden über eine, wenn nicht die größte Einzelinvestition in den Pharmastandort Deutschland seit der Wiedervereinigung», sagte Scholz.

Eli Lilly errichtet in Alzey eine Produktionsstätte für injizierbare Medikamente. Der Bau soll im Sommer starten, und die Inbetriebnahme ist gemäß Unternehmensangaben für 2027 geplant. Bis zu 1000 Mitarbeiter sollen dort tätig sein. Es wurden keine Subventionen für die Ansiedlung gewährt.

Scholz wies auch auf den Biontech-Stammsitz in Mainz hin, die Eröffnung der Deutschlandzentrale des dänischen Pharmaunternehmens Novo Nordisk in Mainz im letzten Jahr sowie die Grundsteinlegung für ein neues Entwicklungszentrum bei Boehringer Ingelheim im Jahr 2023.

In Alzey wird unter anderem das Diabetesmittel Mounjaro mit dem Wirkstoff Tirzepatid hergestellt. Der gleiche Wirkstoff ist auch im Eli-Lilly-Abnehmmittel Zepbound enthalten, das seit November in den USA erhältlich ist und von Experten als großer Erfolg angesehen wird. Der Appetitzügler Mounjaro konkurriert mit dem Bestseller Wegovy des in Rheinland-Pfalz ansässigen Unternehmens Novo Nordisk.

Lauterbach sieht Deutschland als Vorreiter bei Studien

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betonte, die Bundesregierung werde mit einer Reihe an Gesetzen im Rahmen der Pharmastrategie in den kommenden Jahren die Voraussetzungen für weitere Pharma-Ansiedlungen in Deutschland systematisch verbessern. «Deutschland wird das Land sein, wo in Europa die meisten Studien gemacht werden im Bereich der pharmazeutischen Industrie, aber auch der Medizinprodukte-Industrie», sagte er.

dpa