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Schulgewalt im Blick: Gewerkschaft fordert gezielte Maßnahmen zur Deeskalation

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft warnt vor der steigenden Gewalt an Schulen und fordert dringend Maßnahmen. Um Mobbing und Konflikte zu bekämpfen, sind mehr Schulsozialarbeiter und ein Ausbau der Ganztagsangebote notwendig.

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Gewerkschaft fordert Maßnahmen gegen steigende Gewalt an Schulen
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Maßnahmen gegen Gewalt und Mobbing an Schulen dringend gefordert

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die besorgniserregende Steigerung von Mobbing und Gewalt in Schulen thematisiert. Ein sofortiger Handlungsbedarf wird von der GEW betont, um diesen Herausforderungen entschlossen entgegenzutreten. Anja Bensinger-Stolze, ein Vorstandsmitglied der GEW, wies darauf hin, dass die allgemeine Zunahme von Gewaltdelikten in Deutschland auch in Schulräumen deutlich spürbar ist. Diese alarmierende Entwicklung erfordert ein rasches Eingreifen der politischen Entscheidungsträger.

Ausbau von Schulsozialarbeit und Ganztagsangeboten als Lösungsansätze

Die GEW übt scharfe Kritik am gravierenden Mangel an Lehrkräften und der unzureichenden Anzahl von Schulsozialarbeitern. Diese Situation schränkt die Umsetzung präventiver Maßnahmen erheblich ein. Bensinger-Stolze forderte eine zielgerichtete Erweiterung der Schulsozialarbeit, um den Bedürfnissen der Schüler umfassender gerecht zu werden. Ein weiterer Schritt in diese Richtung sei das Startchancenprogramm, das speziell Schulen mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten Schülern unterstützen soll. Die GEW macht jedoch klar, dass eine dringend erforderliche Ausweitung und verbesserte finanzielle Ausstattung dieses Programms notwendig sind.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab August 2026

Die GEW begrüßt den ab August 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Bensinger-Stolze betont, dass die Qualität der angebotenen Leistungen entscheidend ist, um den Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden. Halbe Maßnahmen reichen nicht aus, um den aktuellen Herausforderungen an Schulen zu begegnen.

Studie zu Gewalt und Mobbing in Berliner Schulen in Planung

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung plant die Veröffentlichung der Ergebnisse einer umfassenden Studie zu Gewalt, Mobbing und Diskriminierung an Schulen in der Hauptstadt. Mit dem Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer wird eine wissenschaftliche Untersuchung zu Konflikten und Gewalterfahrungen an Schulen durchgeführt, die als erste ihrer Art in Deutschland gilt. Diese Studie könnte wertvolle Erkenntnisse liefern, um gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt und Mobbing zu entwickeln.

Gesellschaftliche Herausforderungen und notwendige politische Strategien

Die GEW interpretiert die zunehmenden Probleme in Schulen als Teil eines weitreichenden gesellschaftlichen Trends. Die Herausforderungen, mit denen Bildungseinrichtungen konfrontiert sind, sind Spiegelbilder der gesellschaftlichen Entwicklungen. Daher ist es von Bedeutung, dass die Politik nicht nur auf Symptome reagiert, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen adressiert. Die GEW fordert eine umfassende Strategie, um die Situation an Schulen nachhaltig zu verbessern und ein sicheres sowie unterstützendes Lernumfeld für alle Schüler zu gewährleisten.


Quellen: n-tv, Bildungsgewerkschaft GEW beklagt Belastungen für Schulleitungen

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TS