Arbeiten im Rentenalter attraktiver machen: Steuerfreier Zuverdienst bis 2.000€ pro Monat für Rentner ab 67 Jahren.
Aktivrente: Steuerfreier Zuverdienst für Rentner ab 2026

Die Aktivrente soll gesetzlich verankert werden. Das Bundeskabinett plant heute, den entsprechenden Gesetzentwurf zu verabschieden, wie aus Regierungskreisen verlautete. Es ist vorgesehen, dass Arbeitnehmer im Rentenalter zukünftig mit einem steuerfreien Zusatzverdienst von bis zu 2.000 Euro pro Monat weiterhin arbeiten können.
Der geplante Starttermin ist der 1. Januar 2026. Dies war bereits bei ihrem letzten Treffen vor einer Woche von den Spitzen der Koalition vereinbart worden. Nach dem Kabinettsbeschluss soll der Gesetzentwurf den parlamentarischen Prozess durchlaufen.
Was wird konkret neu eingeführt?
Ein Steuerfreibetrag. Der soll bei Einnahmen aus nichtselbständiger Beschäftigung in Höhe von 2.000 Euro monatlich gelten. Der Gesetzentwurf, der der Deutsche Presse-Agentur vorliegt, führt aus: «Wer die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht und weiterarbeitet, kann seinen Arbeitslohn bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei erhalten (sog. Aktivrente).» Damit werde Arbeiten im Alter attraktiver. «Die Regelung schafft durch die Steuerfreistellung für Einnahmen aus nicht-selbständiger Beschäftigung, für die der Arbeitgeber Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet, zusätzliche finanzielle Anreize.»
Kosten der Aktivente
Die Aktivrente soll jährlich 890 Millionen Euro kosten. Bund und Länder tragen jeweils 378 Millionen Euro an Steuermindereinnahmen, während die Gemeinden 134 Millionen Euro tragen. Die Regierung geht davon aus, dass etwa 168.000 Menschen die Aktivrente in Anspruch nehmen werden. Es gibt knapp 672.000 Menschen über 65 Jahren, die noch geringfügig beschäftigt sind. Es wird geschätzt, dass 25 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch nach dem 67. Lebensjahr weiterhin arbeiten oder durch die Aktivrente dazu ermutigt werden.
Was die Aktivrente mit dem Wirtschaftsstandort zu tun hat
Der Entwurf verspricht «einen Anreiz, das Erwerbspotential älterer Menschen besser zu nutzen». Personelle Engpässe in vielen Bereichen sollten so entschärft, Erfahrungswissen solle länger in den Betrieben gehalten werden. Die Regierung sieht auch positive Effekte für jüngere Beschäftigte; die Aktivrente diene insgesamt der Generationen- und Verteilungsgerechtigkeit. «Dies stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig und trägt zum Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger bei», meinen die Gesetzesautoren.








