Die Ukraine plant militärische Antwort mit F-16 Kampfjets nach Angriff mit 236 Raketen und Marschflugkörpern. Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen russische Invasion.
Selenskyj kündigt Vergeltung an gegen russische Luftangriffe

Präzisierung des deutschen Textes: Nach den umfangreichen russischen Luftangriffen gegen die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Vergeltung angekündigt. Die militärische Reaktion wird unter Einsatz der aus dem Westen gelieferten F-16-Kampfjets vorbereitet, erklärte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Laut Angaben aus Kiew griff Russland das benachbarte Land mit 236 Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen an. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, während 47 weitere verletzt wurden. Seit Februar 2022 wehrt sich die Ukraine gegen eine russische Invasion.
Selenskyj hat keine Details zur jetzt geplanten Vergeltung genannt. Er hat jedoch erneut auf die seit drei Wochen laufende ukrainische Offensive im russischen Gebiet Kursk hingewiesen. Die ukrainischen Truppen haben dort ihre Kontrolle ausgeweitet und erneut russische Kriegsgefangene genommen, was die Möglichkeiten für den Austausch von Gefangenen verbessert.
Selenskyj: Kursk-Offensive kompensiert fehlende Waffenfreigabe
Der Präsident erklärte die Invasion im Gebiet Kursk auch damit, dass die westlichen Verbündeten bisher reichweitenstarke Waffen nicht für den Einsatz auf russischem Gebiet freigegeben haben. Die Präsenz der ukrainischen Truppen und ihre Bemühungen, die russische Bedrohung zu beseitigen, seien ein Weg, die fehlende Erlaubnis zu kompensieren.
Am 6. August waren etwa 10.000 ukrainische Soldaten in die Region Kursk eingedrungen. Selenskyj hatte auch erwähnt, dass dies den Druck auf Moskau erhöhen sollte, sich auf Verhandlungen für einen gerechten Frieden einzulassen. Russland hatte jedoch nach der Invasion seine Bereitschaft zu Gesprächen für ungültig erklärt.
Selenskyj kündigt Maßnahmen gegen Korruption aus
In seiner Videoansprache berichtete Selenskyj auch über Schwierigkeiten in der eigenen Nation im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg. Er erhielt Berichte über Kollaborateure und Strafverfahren gegen Ukrainer, die die russische Aggression unterstützten oder sogar am Krieg gegen Kiew teilnahmen. Der ukrainische Geheimdienst meldet regelmäßig Festnahmen und Urteile in solchen Fällen.
Bei einem Treffen mit den Chefs der Generalstaatsanwaltschaft und des Grenzschutzes ging es besonders um die illegale Flucht aus dem Land, sagte Selenskyj. Viele Ukrainer, die vor einem Kriegseinsatz fliehen, bezahlen Schleuser, um das Land über die grüne Grenze zu verlassen. Selenskyj kündigte einen Plan zur Lösung der Probleme an. Auch die Korruption in Einberufungsstellen, in denen sich bisweilen Wehrpflichtige vom Kriegsdienst freikaufen, indem sie für eine Untauglichkeitsbescheinigung Geld bezahlen, soll bekämpft werden.








