Die USA und die Ukraine haben lange über eine Friedensregelung gesprochen. Nun könnte es schnell Entscheidungen geben. Doch die Frage bleibt, ob Moskau mitmacht.
Selenskyj kündigt baldigen Besuch bei Trump an

Im Ringen um eine Friedenslösung für die Ukraine hat Staatschef Wolodymyr Selenskyj für die kommenden Tage einen Besuch bei US-Präsident Donald Trump angekündigt. «Bis Neujahr kann noch viel entschieden werden», schrieb Selenskyj in den Netzwerken Telegram und X. Einen genauen Termin nannte er nicht.
Sein Chefunterhändler Rustem Umjerow habe ihn über die jüngsten Kontakte mit den Amerikanern unterrichtet. «Wir verlieren keinen einzigen Tag. Wir haben ein Treffen auf höchster Ebene mit Präsident Trump in nächster Zukunft vereinbart», schrieb Selenskyj.
Die Kiewer Zeitung «Kyiv Post» berichtete unter Berufung auf diplomatische Quellen, dass das Treffen am 28. Dezember in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida stattfinden könnte.
Intensive diplomatische Anstrengungen
Die Bemühungen der Diplomatie, den seit fast vier Jahren anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden, haben in den letzten Wochen zugenommen. Trump strebt ein Kriegsende an. Sein Verhandlungsteam, bestehend aus dem Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, führte intensive Gespräche mit den ukrainischen Unterhändlern. Selenskyj telefonierte am Donnerstag ebenfalls mit Witkoff und Kushner.
Die Diplomatie verlagerte sich im Dezember für zwei Tage auch nach Berlin, wobei die Europäer beteiligt waren. Moskau war jeweils durch russisch-amerikanische Kontakte einbezogen.
Selenskyj machte 20-Punkte-Plan öffentlich
Nachdem der Friedensplan lange Zeit geheim gehalten wurde, enthüllte Selenskyj am Heiligabend einen 20-Punkte-Plan. Dieser beinhaltet Sicherheitsgarantien für sein Land, die der Beistandsklausel aus Artikel 5 des Nato-Vertrags ähneln.
Die russischen Reaktionen auf die Verhandlungen an verschiedenen Orten waren jeweils zurückhaltend. Ein Hauptstreitpunkt ist weiterhin, dass Moskau die nicht vollständig eroberten Gebiete Donezk und Luhansk im Donbass beansprucht. Die ukrainische Armee verteidigt sich dort und will die Gebiete nicht räumen.








