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Selenskyj kündigt Entbürokratisierung beim Militär an

Innovative Lösungen sollen unnötige Bürokratie beseitigen und den Kämpfern modernste Ausrüstung bieten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj will ein schlagkräftiges Militär gegen den russischen Angriffskrieg und kündigt nun Bürokratieabbau an. (Archivbild)
Foto: Susan Walsh/AP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt nach mehr als zwei Jahren Kampf gegen den russischen Angriffskrieg nun eine Entbürokratisierung beim Militär an. «Wir bereiten neue, völlig moderne Lösungen für unsere Kämpfer vor, die definitiv eine Menge unnötiger Bürokratie und Papierkram in den Einheiten beseitigen werden», sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die innovativen Entscheidungen würden schon bald der Öffentlichkeit vorgestellt, sagte er nach einem Treffen mit Vertretern des Verteidigungsministeriums. Details nannte er nicht.

Selenskyj ließ sich nach eigenen Angaben auch durch den Oberkommandierenden Olexander Syrskyj über die Lage an der Front informieren. Die schwersten Kämpfe gebe es um Pokrowsk im Gebiet Donezk. Dort brauche es eine verstärkte Antwort gegen die russischen Besatzer, sagte Selenskyj. Die Soldaten hielten trotz der russischen Erstürmungen Stand und gewährleisteten so den Schutz im gesamten Osten des Landes. Auch in der Region Charkiw und in anderen Teilen werde nicht nachgelassen bei der Verteidigung.

Selenskyj teilte ebenfalls mit, dass er mit Verteidigungsminister Rustem Umjerow über den Bau neuer Korvetten für die Ukraine gesprochen habe.

Ukrainisches Kriegsschiff in der Türkei zu Wasser gelassen

Zuvor wurde in der Türkei ein zweites Kriegsschiff des Typs Korvette zu Wasser gelassen. «Wir wissen wie niemand anderes, wie wichtig Sicherheit ist, und diese Korvette wird ein Unterpfand der Sicherheit für unsere gesamte gemeinsame Region», sagte die ukrainische Präsidenten-Ehefrau Olena Selenska bei der Zeremonie in Istanbul gemäß einer Mitteilung.

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Das im März auf den Namen «Hetman Iwan Wyhowskyj» getaufte Schiff folgt auf die Korvette mit dem Namen «Hetman Iwan Masepa», die bereits im Oktober 2022 vom Stapel lief. Aktuell führt die Ukraine Testfahrten mit dem Schiff durch. 

Beide Korvetten waren bereits im Jahr 2020 vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine bestellt worden. Die Küstenverteidigungsschiffe, die mit moderner Tarnkappentechnik ausgestattet sind, wurden in der Türkei bestellt, da die ukrainische Schiffbauindustrie zu rückständig ist. Der Endausbau sollte ursprünglich in ukrainischen Werften erfolgen, was aufgrund des Krieges derzeit jedoch nicht möglich ist. Verteidigungsminister Umjerow und Flottenchef Olexij Nejischpapa nahmen ebenfalls an der Veranstaltung zum Stapellauf der Korvette teil.

Kriegsmarine setzt auch auf Drohnen gegen russische Schiffe

Die ukrainische Flotte verfügte zuletzt nur noch über kleinere Schiffe und Boote. Ihr Flaggschiff, die Fregatte «Hetman Sahajdatschnyj», wurde kurz nach Kriegsbeginn vor der Hafenstadt Mykolajiw versenkt – sie sollte den russischen Truppen beim damals befürchteten Vormarsch auf die Stadt nicht in die Hände fallen. Kämpfe fanden 2022 nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze entfernt statt. Durch die von der ukrainischen Marine gegen die russische Flotte eingesetzten Seedrohnen ist allerdings die Bedeutung von Kriegsschiffen stark gesunken.

Die Ukraine kämpft seit über zwei Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Die Auseinandersetzungen finden auch immer wieder in den Gewässern des Schwarzen Meeres statt. Die Schwarzmeerflotte Russlands hat dabei bereits viele Verluste hinnehmen müssen.

dpa