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Selenskyj: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen

In der Ukraine arbeiten Einsatzkräfte bei Eiseskälte nach russischen Angriffen an der Wiederherstellung der Energieinfrastruktur. Präsident Selenskyj zieht eine düstere Bilanz.

Besonders im Winter treffen die russischen Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur die Ukraine schwer. (Archivbild)
Foto: Danylo Antoniuk/Ukrinform/dpa

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. «Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen», teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.

«Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt», teilte Selenskyj weiter mit. «Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.» Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte. 

Selenskyj beschuldigte erneut Russland, den diplomatischen Prozess zur Beendigung des Krieges gezielt zu verzögern. Er betonte die Notwendigkeit von mehr Unterstützung für die Ukraine sowie mehr Druck auf Russland. Seit fast vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg.

Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an

Russland greift täglich an, insbesondere die Energieinfrastruktur der Ukraine. Dies führt zu umfangreichen Strom- und Heizungsausfällen. So möchte Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan unter russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt dies ab.

«Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen», sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.

Nachdem ukrainische Gegenangriffe in russischen Regionen stattfanden, kämpfen auch dort die Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und Schäden machte das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben. Die Schäden und die Zahl der Opfer auf russischer Seite sind deutlich geringer als auf ukrainischem Gebiet.

dpa