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Selenskyj wirft Russland Angriff auf Rotes Kreuz vor

Inmitten ständiger russischer Angriffe auf die Ukraine führt der ukrainische Präsident Selenskyj in Kiew Gespräche mit Verbündeten über neue Militärhilfe. Und er beklagt erneut schwere Kriegsfolgen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj führt inmitten ständiger russischer Angriffe auch politische Gespräche in Kiew.
Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland ein weiteres Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Besatzer hätten in der Region Donezk ein Fahrzeug des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz angegriffen. Bei dem russischen Schlag seien drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Selenskyj veröffentlichte dazu ein Foto von einem in Flammen stehenden Lastwagen des Roten Kreuzes. «In diesem Krieg ist alles absolut klar – Russland sät das Böse, die Ukraine verteidigt das Leben», teilte Selenskyj im sozialen Netzwerk X mit.

https://x.com/zelenskyyua/status/1834204204405039436?s=61&t=PRfDieqnIR5k4x4thY98eQ

Der Staatschef forderte einmal mehr eine Antwort der Staaten und internationalen Organisationen auf die Gewalt Russlands. «Nur gemeinsam kann die Welt Russland zwingen, diesen Terror zu beenden und Moskau zum Frieden zu bewegen», sagte er.

Kiew: Getreideschiff von Rakete getroffen

Bei X teilte der Staatschef auch mit, dass Russland in der Nacht ein mit Weizen für Ägypten beladenes ziviles Frachtschiff nach dem Verlassen ukrainischer Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer mit einer Rakete angegriffen habe. Es habe keine Opfer gegeben. Selenskyj betonte einmal mehr die Bedeutung ukrainischer Getreideexporte für die Welternährung und forderte auch hier eine internationale Reaktion. «Weizen und Nahrungsmittelsicherheit sollten nie Ziele von Raketen sein», sagte er. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

Hilfe aus Estland und Lettland

Selenskyj traf sich in Kiew auch mit dem estnischen Präsidenten Alar Karis, um ihm für die Rüstungshilfe zu danken. Estland, Mitglied der EU und der NATO, hat zugesagt, 0,25 Prozent seines jährlichen Bruttoinlandsprodukts der Ukraine für deren Verteidigung zur Verfügung zu stellen. Die Gespräche drehten sich auch um den Wiederaufbau und den EU-Kurs des Landes. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina sicherte ebenfalls bei einem Treffen mit Selenskyj weitere Hilfe zu.

Die Ukraine kämpft seit über zweieinhalb Jahren mit Unterstützung des Westens gegen den russischen Angriffskrieg. Zahlreiche Länder helfen dem Land im Kampf gegen die russischen Besatzer.

dpa