In Dresden werden digitale Dialogdisplays installiert, die die Geschwindigkeit von Fahrzeugen anzeigen und durch Smileys das Fahrverhalten beeinflussen sollen. Studien belegen, dass diese Displays die Verkehrssicherheit erhöhen und die Geschwindigkeit der Autofahrer reduzieren.
Sichere Straßen durch kreative Smiley-Displays im Verkehrssystem
Fahrer, die am Stadtrand oder außerhalb von Dresden unterwegs sind, haben möglicherweise die digitalen Anzeigen bemerkt, die am Straßenrand installiert sind. Diese sogenannten Dialogdisplays zeigen abwechselnd die aktuelle Geschwindigkeit der Fahrzeuge sowie ein Smiley. Bei Überschreitung der Geschwindigkeitsgrenze erscheint ein trauriges Gesicht, während ein fröhliches Gesicht angezeigt wird, wenn die erlaubte Geschwindigkeit eingehalten wird. Obwohl diese Displays nicht zu den regulären Verkehrszeichen zählen, haben sie nachweislich einen positiven Einfluss auf die Verkehrssicherheit.
Forschungsarbeiten der Technischen Universität München, der Technischen Universität Dresden sowie ein Bericht der Unfallforschung der Versicherer belegen, dass der Einsatz dieser Geräte zu einer signifikanten und nachhaltigen Verhaltensänderung bei Autofahrern führt, was wiederum eine spürbare Reduzierung der Geschwindigkeit zur Folge hat. Aus diesem Grund ist geplant, diese Displays in allen Stadtbezirken der Landeshauptstadt einzusetzen.
Am Montag, dem 7. September 2026, wurde das erste von insgesamt 26 Dialogdisplays auf der Rudolf-Leonhard-Straße in Betrieb genommen. Die Standorte der Displays sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und basieren auf Vorschlägen der Stadtbezirks- und Ortschaftsräte. Diese Vorschläge wurden vom Straßen- und Tiefbauamt sowie dem Regiebetrieb Zentrale Technische Dienste auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Geräte die Verkehrsteilnehmer nicht ablenken. Aus diesem Grund werden sie beispielsweise nicht in unmittelbarer Nähe von Bushaltestellen, Fußgängerüberwegen oder Ampeln aufgestellt.
Das Dialogdisplay an der Rudolf-Leonhard-Straße befindet sich in der Nähe eines Spielplatzes. Dresden möchte als kinderfreundliche Stadt nicht nur Sport und Spiel in öffentlichen Räumen fördern, sondern auch die Verkehrssicherheit in der Nähe dieser Einrichtungen gewährleisten. Diese Position wurde bewusst gewählt, um vor Beginn des Großbauvorhabens Königsbrücker Straße Süd eine sichere Umgebung zu schaffen. Die Installation und Wartung der Dialogdisplays erfolgt durch den Regiebetrieb Zentrale Technische Dienste. Während der Bauarbeiten an den jeweiligen Standorten kann es zu geringfügigen Einschränkungen im Gehweg und am Fahrbahnrand kommen.
Für die Anschaffung und Installation von drei Dialogdisplays im Stadtbezirk Neustadt hat der Stadtbezirksbeirat insgesamt 19.200 Euro bereitgestellt. Die weiteren Displays sollen größtenteils im Herbst 2026 installiert werden. Der nächste Standort für die Inbetriebnahme ist die Südhöhe in der Nähe der 70. Grundschule im Stadtbezirk Plauen. Zudem haben die Orts- und Stadtteilgremien zahlreiche weitere Wunschstandorte vorgeschlagen, häufig in der Nähe von Schulen, Kindertagesstätten oder Senioreneinrichtungen.
Die geplanten Standorte der Dialogdisplays umfassen unter anderem:
- Rudolf-Leonhard-Straße
- Carusufer auf der Strecke zur 4. Grundschule
- Schäferstraße
- Altfrankener Dorfstraße
- Hebbelstraße vor der 12. Grundschule
- Bahnhofstraße
- Pirnaer Landstraße in Höhe Montessori-Grundschule
- Coschützer Straße stadteinwärts gegenüber Sportanlage
- Coschützer Straße in Höhe Seniorenheim
- Hauptstraße Cossebaude
- Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau
- Radeburger Straße in Höhe 85. Grundschule
- Karl-Marx-Straße
- Goppelner Straße
- Merbitzer Straße
- Pillnitzer Landstraße in Höhe 62. Grundschule
- Pillnitzer Landstraße in Höhe 88. Grundschule
- Aachener Straße Höhe 56. Oberschule
- Pfotenhauer Straße in Höhe 101. Oberschule
- Fröbelstraße
Bei sechs weiteren Standorten besteht noch Abstimmungsbedarf, um den optimalen Standort festzulegen.
Quellen: dresden, Bild, NDR
Bildquelle: Depositphotos
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