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UNRWA-Mitarbeiter in Hamas-Massaker verwickelt: Auswärtiges Amt besorgt

Das Auswärtige Amt ist "zutiefst besorgt" über die mögliche Beteiligung einiger UNRWA-Mitarbeiter am Hamas-Massaker in Israel. Es fordert eine gründliche Untersuchung und betont, dass Hass und Gewalt inakzeptabel sind.

Ela Bahat berührt ein Bild ihres 30-jährigen Sohnes Dror: Am 7. Oktober wurden beim Angriff der Hamas viele Menschen getötet. Waren UN-Mitarbeiter daran beteiligt?
Foto: Leo Correa/AP/dpa

Angesichts der möglichen Beteiligung einiger Mitarbeiter des UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA am Hamas-Massaker in Israel ist das Auswärtige Amt eigenen Angaben nach «zutiefst besorgt».

Das Ministerium begrüße, dasss UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini die Betroffenen entlassen und eine Untersuchung der «schwerwiegenden Vorwürfe» angekündigt habe, teilte das Ministerium auf der Plattform X (vormals Twitter) mit. «Wir erwarten, dass sie gründlich und vollständig ist.»

Lazzarini müsse der Belegschaft des UN-Hilfswerks klarmachen, «dass alle Formen von Hass und Gewalt völlig inakzeptabel sind und nicht toleriert werden.» Aufgabe des UNRWA sei es, unverzichtbare und lebensrettende Hilfe für die Palästinenser zu leisten, hieß es in dem Post weiter.

Strafrechlichte Konsequenzen in Aussicht

Lazzarini hatte vorher bekannt gegeben, dass Israel der UNRWA Informationen über die vermutete Beteiligung mehrerer Mitarbeiter am Hamas-Terror übermittelt habe. Sowohl der UNRWA-Generalkommissar als auch der UN-Generalsekretär António Guterres drohten mit strafrechtlichen Konsequenzen. Die Vereinigten Staaten setzten vorübergehend die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für das UN-Hilfswerk aus.

Am 7. Oktober des vergangenen Jahres töteten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen bei den verheerenden Terrorangriffen in Israel mehr als 1200 Menschen. Israel antwortete mit umfangreichen Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden dabei mehr als 26.000 Menschen getötet.

Im Jahr 2023 hat die Bundesregierung laut eigenen Angaben das UN-Hilfswerk mit über 200 Millionen Euro unterstützt.

dpa