Zwischen Japan und China verschärfen sich erneut die Spannungen. Die japanische Küstenwache hat ein chinesisches Fischerboot festgesetzt – der Vorwurf: illegale Aktivitäten in umstrittenen Gewässern.
Spannungen im Ostchinesischen Meer: Japan beschlagnahmt chinesisches Boot

Die Behörden in Japan haben ein chinesisches Fischerboot beschlagnahmt, das sich nach Angaben der Küstenwache unerlaubt in japanischen Hoheitsgewässern aufgehalten haben soll. Der Vorfall ereignete sich in einem sensiblen Seegebiet, das seit Jahren diplomatisch umstritten ist.
Nach offiziellen Informationen soll das Schiff gegen Fischereibestimmungen verstoßen haben. Die Crew wurde festgesetzt, das Boot in einen japanischen Hafen eskortiert. Weitere Details zu möglichen Strafen oder diplomatischen Schritten wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Streit um umstrittene Inseln
Das betroffene Gebiet liegt in der Nähe der von Japan verwalteten, aber von China beanspruchten Senkaku-Inseln. In China werden sie als Diaoyu-Inseln bezeichnet. Die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer ist seit Jahrzehnten Gegenstand territorialer Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern.
Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen mit Fischereibooten, Patrouillenschiffen oder Militärflugzeugen. Beide Seiten werfen sich regelmäßig Verletzungen ihrer jeweiligen Hoheitsrechte vor.
Diplomatische Spannungen möglich
Solche Vorfälle führen häufig zu diplomatischen Protestnoten und scharfen Stellungnahmen beider Regierungen. Die Beziehungen zwischen Tokio und Peking gelten ohnehin als angespannt – nicht nur wegen territorialer Fragen, sondern auch aufgrund sicherheitspolitischer Entwicklungen in der Region.
Beobachter gehen davon aus, dass der aktuelle Vorfall die ohnehin sensiblen Beziehungen weiter belasten könnte. Ob es zu einer raschen Freilassung der Crew kommt oder der Fall juristisch aufgearbeitet wird, bleibt abzuwarten.








