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SPD fordert Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige – Debatte um Kinderschutz im Netz

Sollten Kinder unter 14 Jahren keinen Zugang mehr zu sozialen Netzwerken haben? Die SPD bringt ein mögliches Verbot ins Spiel und stößt damit eine kontroverse Diskussion über Jugendschutz, Medienkompetenz und elterliche Verantwortung an.

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Foto: depositphotos

Die SPD setzt sich für strengere Regeln im Umgang mit sozialen Medien ein. Konkret wird ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren diskutiert. Ziel sei es, junge Menschen besser vor problematischen Inhalten, Cybermobbing und Suchtmechanismen zu schützen.

Schutz vor Risiken im Netz

Soziale Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat üben bereits auf Kinder im Grundschulalter große Anziehungskraft aus. Experten warnen jedoch vor möglichen negativen Folgen: psychischer Druck durch Schönheitsideale, Kontakt zu Fremden, problematische Inhalte oder exzessive Bildschirmzeiten.

Mit einer klaren Altersgrenze unter 14 Jahren will die SPD den Zugang verbindlicher regeln. Zwar geben viele Plattformen bereits Mindestalter von 13 Jahren vor, doch die Alterskontrolle gilt als lückenhaft.

Technische Umsetzung als Herausforderung

Ein zentrales Problem bleibt die praktische Umsetzung. Altersverifikation im Internet ist technisch komplex und wirft Datenschutzfragen auf. Kritiker befürchten zudem, dass ein generelles Verbot schwer durchsetzbar wäre und Kinder auf weniger regulierte Plattformen ausweichen könnten.

Befürworter argumentieren hingegen, dass klare gesetzliche Vorgaben Plattformbetreiber stärker in die Pflicht nehmen würden.

Politische Debatte nimmt Fahrt auf

Im Deutscher Bundestag dürfte das Thema für intensive Diskussionen sorgen. Während einige Stimmen strengere Regeln begrüßen, warnen andere vor Überregulierung und sehen vor allem Eltern in der Verantwortung.

Die Forderung zeigt, wie sehr Fragen des digitalen Kinderschutzes inzwischen die politische Agenda prägen. Ob es tatsächlich zu einer gesetzlichen Altersgrenze für soziale Medien kommt, ist derzeit offen – die Debatte ist jedoch in vollem Gange.

TS
Quellen: Bild.de