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SPD-Staatssekretär erliegt Verletzungen nach Skiunfall im Alter von 52 Jahren

Carsten Träger, Staatssekretär im Umweltministerium und SPD-Politiker, stirbt nach einem Skiunfall im Alter von 52 Jahren. Die Nachricht trifft die SPD und die politische Landschaft Deutschlands schwer.

Nach Unfall beim Skifahren: SPD-Staatssekretär stirbt mit 52 Jahren | Politik
Bildquelle: Mike Labrum auf Unsplash

Berlin – Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Umweltministerium, Carsten Träger (52, SPD), ist am Samstag nach einem Skiunfall verstorben. Diese Nachricht hat die SPD am Abend vor der Wahl in Rheinland-Pfalz erschüttert und große Trauer ausgelöst. Träger hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Töchter im Teenager-Alter.

Nach Informationen aus Parteikreisen erlitt der 52-Jährige am Samstag einen Unfall beim Skifahren. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo er schließlich kollabierte und verstarb.

Wie die „Nürnberger Nachrichten“ berichten, war Träger in Tirol auf der Piste unterwegs, als er zusammenbrach und ins Klinikum Innsbruck eingeliefert wurde.

Trauer um Carsten Träger

Der Oberbürgermeister von Fürth, Thomas Jung (64, SPD), der Träger seit vielen Jahren als Parteifreund kannte, äußerte sich tief betroffen. In einem Gespräch mit den „Fürther Nachrichten“ bezeichnete er die Situation als „absolut tragisch“. Jung würdigte Träger, der vor 25 Jahren sein wissenschaftlicher Mitarbeiter war, mit den Worten: „Carsten war ein richtig guter Mensch, manchmal fast zu gut für die Politik.“ Er betonte, dass der Schutz der Umwelt Trägers Leidenschaft und Lebensaufgabe gewesen sei. Auf Instagram fügte Jung hinzu, dass er „sehr traurig“ über den Verlust seines langjährigen Weggefährten sei.

Politische Laufbahn von Carsten Träger

Carsten Träger wuchs in einem politisch engagierten Elternhaus auf und fand früh seinen eigenen Weg. Er war der Sohn des ehemaligen Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger (†65).

Im Jahr 1995 trat Träger im Alter von 22 Jahren in die SPD ein. Ab 2002 war er im Fürther Stadtrat aktiv und wurde 2008 erneut gewählt, wobei er das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD übernahm. 2013 zog er über die Landesliste in den 18. Deutschen Bundestag ein. Obwohl er 2017 zunächst den Wiedereinzug verpasste, rückte er später nach. Träger war unter anderem Sprecher im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und wurde am 30. Januar 2018 zum umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion gewählt.

Letzte politische Aktivitäten

Im Jahr 2021 kehrte Träger erneut in den Bundestag zurück und blieb umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. Bei der Bundestagswahl 2025 trat er im Wahlkreis Fürth als Spitzenkandidat der Bayern-SPD an. Mit 17,9 Prozent der Erststimmen unterlag er Tobias Winkler (48, CSU), konnte jedoch über die Landesliste in den 21. Deutschen Bundestag einziehen. Im Mai 2025 wurde Carsten Träger zum Parlamentarischen Staatssekretär bei Bundesumweltminister Carsten Schneider (50, SPD) ernannt.

Auch seine Parteikollegen in Berlin trauern um Träger. Matthias Miersch (57), Fraktionschef der SPD im Bundestag, äußerte sich betroffen: „Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele, ein leidenschaftlicher Sozialdemokrat und ein warmherziger Mensch. Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist.“

Bildquelle: Bildquelle: Mike Labrum auf Unsplash

Ronny Winkler