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Stabschefin spricht Klartext über Trump

Selten hat jemand aus dem inneren Kreis um den US-Präsidenten einen so tiefen Einblick gegeben wie jetzt Stabschefin Susie Wiles. Ob ihre durchaus harten Urteile Donald Trump gefallen?

Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, äußert sich überraschend offen über ihren Chef. (Archivbild)
Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, hat in Interviews mit dem Magazin «Vanity Fair» überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef US-Präsident Donald Trump geurteilt. Dieser habe die «Persönlichkeit eines Alkoholikers», sagte Wiles. Das Magazin zitiert an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch, sondern nur dieses Fragment. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Außerdem sagte Wiles über Trump: «Er handelt in der Überzeugung, dass es nichts gibt, was er nicht schaffen kann. Nichts, absolut nichts.» 

Wiles ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Trumps Zirkel als Stabschefin. Es ist überraschend, dass ihre Aussagen, die nun veröffentlicht wurden, noch vor dem Ende des ersten Jahres von Trumps zweiter Amtszeit gemacht wurden. Wiles wird als enge Vertraute Trumps angesehen und hat ihn über viele Jahre hinweg in verschiedenen Positionen begleitet.

Wiles über Vance: Seit einem Jahrzehnt Verschwörungstheoretiker

Mit Blick auf Trumps Vorgehen gegen Kritiker und politische Gegner sagte sie, man könne durchaus den Eindruck gewinnen, dass es sich um Vergeltungsaktionen handle. Allerdings sei dem nicht so, sagte sie weiter. «Ich glaube nicht, dass er morgens aufwacht und an Rache denkt. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, wird er sie nutzen.»

Die «Vanity Fair» gibt in ihrem Artikel elf Zeitpunkte an, an denen Gespräche mit Wiles geführt wurden. Dabei werden teils nur Satzfragmente anstelle ganzer Sätze wiedergegeben. 

Auch über andere wichtige Menschen aus Trumps Umfeld sprach Wiles mit der  «Vanity Fair». Vize-Präsident JD Vance etwa sei seit einem Jahrzehnt «ein Verschwörungstheoretiker». Elon Musk sei ein «bekennender Ketamin-Konsument», während Justizministerin Pam Bondi bei der Bearbeitung der Epstein-Akten «völlig versagt» habe.

dpa