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Strack-Zimmermann für Einsatz Deutscher Marine im Roten Meer

«Müssen den Terroristen jeder Couleur entschieden die Stirn bieten»: Nach dem Angriff auf einen Hapag-Lloyd-Frachter im Roten Meer wäre eine Beteiligung der Deutschen Marine laut der FDP-Politikerin «folgerichtig».

Marie-Agnes Strack-Zimmermann äußert sich zur Lage im Roten Meer.
Foto: Hannes P. Albert/dpa

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, befürwortet eine mögliche Beteiligung der Deutschen Marine am Schutz des freien Seeverkehrs im Roten Meer. «Wir sollten unterstützen, dass die Marine zusammen mit internationalen Partner die Schiffe schützt», sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin nach dem Angriff auf einen Containerfrachter der deutschen Reederei Hapag-Lloyd in dem Seegebiet.

Es sei «folgerichtig, dass sich alle daran beteiligen, die davon abhängig sind, dass ihre Waren durch das Rote Meer geführt werden», sagte Strack-Zimmermann weiter. Dabei gehe es auch um Schiffe europäischer Unternehmen. Sie forderte: «Wir müssen den Terroristen jeder Couleur entschieden die Stirn bieten.»

Der Containerfrachter «Al Jasrah» war in der Meerenge zwischen dem Jemen und Dschibuti beschossen und beschädigt worden. Die Bundesregierung verurteilte den Angriff am Vortag und prüft unterdessen bereits eine Bitte aus den USA um eine Beteiligung der Deutschen Marine an einem Einsatz.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes äußerte, dass die kürzlich fast täglich stattfindenden Angriffe auf zivile Handelsschiffe im Roten Meer und in der Meerenge des Al-Mandab völlig inakzeptabel seien und eine massive Bedrohung für die Sicherheit der internationalen Seeschifffahrt darstellen. Vor Kurzem wurden Schiffe im Roten Meer von jemenitischen Huthi-Rebellen angegriffen. Die deutschen Reeder haben daher am Donnerstag von der Bundesregierung und der EU Schutzmaßnahmen gefordert.

dpa