Trumps Verurteilung und Charakter werden scharf kritisiert, während Biden als Familienfreund dargestellt wird.
Joe Biden attackiert Trump in neuem Wahlwerbespot

In einem neuen Wahlwerbespot greift das Wahlkampfteam von US-Präsident Joe Biden den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump scharf an. Bei der Wahl im November stünden sich ein «verurteilter Straftäter, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist» und ein «Präsident, der sich für Ihre Familie einsetzt», gegenüber, heißt es in dem Video – unterlegt mit Aufnahmen von Trump im Gerichtssaal.
Auch Trumps sogenannter «Mug Shot», das Polizeifoto, das im vergangenen Jahr bei der Anklage unter anderem wegen versuchten Wahlbetrugs im Bundesstaat Georgia aufgenommen wurde, wird eingeblendet. «Im Gerichtssaal sehen wir Donald Trump als das, was er ist», heißt es in dem Video weiter: Als Straftäter, der in 34 Fällen verurteilt wurde.
Der Werbespot mit dem Titel «Character Matters» («Charakter zählt») ist nach Angaben der «New York Times» Teil einer 50-Millionen-Dollar-Kampagne für die umkämpften Swing States, also all jene Bundesstaaten, die weder Demokraten noch Republikanern fest zugerechnet werden können. In einer Mitteilung von Trumps Wahlkampfteam hieß es, das Video zeige erneut, dass es sich bei den Prozessen um Trump um «Scheinprozesse» handle, die dem Zweck der Wahlbeeinflussung dienten.
Was Trump vorgeworfen wird
Trump wurde Ende Mai in allen 34 Anklagepunkten im Zusammenhang mit der Verschleierung von Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin für schuldig befunden. Dies ist das erste Mal in der Geschichte der USA, dass ein ehemaliger Präsident wegen einer Straftat verurteilt wurde. Im schlimmsten Fall droht Trump eine Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren. Es ist wahrscheinlicher, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt oder eine Geldstrafe verhängt wird. Trumps Anwalt hat Berufung angekündigt.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Trump im November bei der Präsidentschaftswahl gegen den Demokraten und amtierenden Präsidenten Joe Biden (81) antreten wird. Trotz seiner Verurteilung hat ihm das bisher nicht geschadet: In nationalen Umfragen liegt er derzeit knapp vor Biden.








