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Neuer Präsident von Finnland: Alexander Stubb tritt Amt an

Stubb betont Zusammenarbeit und internationale Kooperation, ruft zu Vermeidung von Polarisierung und Zuhören auf.

Der amtierende Präsident Sauli Niinistö (l.) begrüßt das neue Staatsoberhaupt Alexander Stubb.
Foto: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/dpa

Der neue Präsident von Finnland ist der ehemalige Ministerpräsident Alexander Stubb. Im finnischen Reichstag in Helsinki legte der 55-Jährige seinen Amtseid ab. Damit folgt der konservative Politiker seinem Parteikollegen Sauli Niinistö nach, der zwölf Jahre lang das finnische Staatsoberhaupt war und gemeinsam mit der Regierung das nördlichste Land der EU im Jahr 2023 in die Nato geführt hatte.

In seiner Antrittsrede betonte Stubb die Bedeutung von Zusammenarbeit und internationaler Kooperation – globale Herausforderungen wie der Klimawandel und Konflikte könnten nicht nur zwischen gleichgesinnten Ländern gelöst werden, sagte er. Er forderte seine Landsleute auf, Polarisierung zu vermeiden und einander zuzuhören.

«Ich verspreche, die Demokratie zu verteidigen»

«Ich verspreche, für ein offenes, sicheres und internationales Finnland zu arbeiten», sagte Stubb. «Ich verspreche, die Demokratie, die Meinungsfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit in allen Situationen zu verteidigen. Ich verspreche, zuzuhören, zu diskutieren und mich zu kümmern. Ich verspreche, dafür zu kämpfen, dass Finnland auch in Zukunft ein gutes Land bleibt – das beste Land der Welt für uns Finnen.»

Stubb hatte sich knapp Mitte Februar in einer Stichwahl gegen den Grünen-Politiker und Ex-Außenminister Pekka Haavisto durchgesetzt. Er wird als proeuropäisch und entschiedener Unterstützer der Ukraine angesehen. Daher wird nicht erwartet, dass der Amtswechsel Auswirkungen auf die finnische Russland-Politik hat. Finnland grenzt auf einer Länge von rund 1340 Kilometern an Russland.

Der Präsident hat in der finnischen Politik eine aktivere Rolle als in vielen anderen europäischen Ländern. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, gemeinsam mit der Regierung über die Außen- und Sicherheitspolitik zu entscheiden. Er ist auch der Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte. Niinistö, einer der beliebtesten Präsidenten der finnischen Geschichte, durfte nach zwei sechsjährigen Amtszeiten nicht erneut kandidieren.

dpa