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Terroralarm Kölner Dom: Mann in Gewahrsam genommen

Sicherheitsbehörden hatten Hinweise auf einen möglichen Anschlagsplan einer islamistischen Gruppe erhalten. Nun wurde ein 30 Jahre alter Tadschike «zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam» genommen.

Polizisten sichern einen Eingang zum Kölner Dom.
Foto: Roberto Pfeil/dpa

In Bezug auf den Terroralarm für den Kölner Dom wurde ein Verdächtiger in Wesel von der Polizei in Gewahrsam genommen. Am Heiligabend durchsuchte die Polizei eine Wohnung in der Stadt am Niederrhein mit Spezialeinheiten und nahm fünf Männer in Gewahrsam.

Während vier von ihnen wieder auf freien Fuß gekommen seien, hätten die Einsatzkräfte einen 30 Jahre alten Tadschiken «zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam» genommen. Zu ihm lägen staatsschutzrelevante Erkenntnisse vor, teilte die Polizei mit.

Das Amtsgericht Oberhausen habe am ersten Weihnachtstag auf Antrag der Polizei Köln die Anordnung der Ingewahrsamnahme bis zum 7. Januar bestätigt. Kripochef Michael Esser sagte: «Wir schöpfen alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um die Menschen, den Dom und die bevorstehenden Silvesterfeierlichkeiten zu schützen.» Zu den Hintergründen der Ingewahrsamnahme werde die Polizei wegen laufender Ermittlungen bis auf Weiteres keine Auskünfte erteilen.

Gemäß dpa-Informationen hatten die Sicherheitsbehörden Hinweise auf einen möglichen Anschlagsplan einer islamistischen Gruppe auf den Kölner Dom und eine Kirche in Wien erhalten. Laut der Kölner Polizei bezogen sich die Hinweise auf Silvester. In Österreich wurden im Rahmen von Ermittlungen gegen ein islamistisches Netzwerk vier Personen festgenommen. Gegen drei der Festgenommenen wird laut Angaben der Staatsanwaltschaft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Verbindung mit terroristischen Straftaten ermittelt.

dpa