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Terroranschlag am Strand von Mogadischu: Bislang acht Tote

Schüsse, Schreie, blutende Menschen, die sich im Sand des Lido Beach von Mogadischu krümmen. Ein Terrorangriff in der somalischen Hauptstadt zerstört ein friedliches Wochenende.

Der Lido Beach in Mogadischu (Archivbild)
Foto: picture alliance / dpa

Mutmaßliche Islamisten haben laut einem Polizeisprecher ein Hotel und den beliebten Strand Lido Beach in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Es wurden mindestens acht Tote gemeldet, aber es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch höher ist.

In den sozialen Medien verbreiteten sich Schreckensbilder: Menschen fliehen in Panik vom Strand, andere liegen blutend und schreiend im Sand, wie Bilder und Videos von Augenzeugen zeigen. Im Hintergrund sind Schüsse zu hören. Rettungsteams konnten nicht zu den Verletzten vordringen, da weiterhin geschossen wurde.

Ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, dass der Angriff noch andauere. Die Situation sei derzeit unübersichtlich. Neben Schüssen seien auch Explosionen zu hören. Ein Strandhotel sei ebenfalls Ziel des Angriffs.

Der Lido Beach ist am Wochenende ein beliebtes Ziel der Einwohner von Mogadischu. Laut der Polizei gab es vor den Schüssen eine Explosion durch einen Selbstmordattentäter.

Al-Shabaab, die islamistische Terrormiliz, beanspruchte den Anschlag in ihrem Radiosender für sich. Obwohl die Islamisten Gebiete in Teilen Somalias kontrollieren, wurden sie in den letzten Jahren aus der Hauptstadt vertrieben.

Trotzdem gibt es immer wieder Anschläge auf Regierungseinrichtungen, Hotels oder Restaurants in Mogadischu, in denen aus Sicht der Islamisten ein westlicher Lebensstil vorherrscht. Im Juli starben bei einem Terrorangriff auf ein Restaurant während des Finales der Fußball-Europameisterschaft elf Menschen.

dpa