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Terrorverdacht nach Explosion vor Synagoge in Südfrankreich

In Südfrankreich gibt es eine Explosion vor einer Synagoge. Terrorermittlungen werden eingeleitet.

Vor einer Synagoge in Südfrankreich gab es am Morgen eine Explosion. (Archivbild)
Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nach der Explosion vor einer Synagoge in La Grande-Motte übernommen, wie die Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigte. Gabriel Attal, der amtierende Premierminister, sagte, dass noch nach dem Täter gesucht wird.

Am Morgen hatten zuerst zwei Autos vor der Synagoge in der Nähe von Montpellier gebrannt. „In einem der Fahrzeuge explodierte eine Gasflasche“, sagte ein Sprecher der Gendarmerie. Ein Polizist wurde dabei verletzt. Im Gebäude wurde niemand verletzt.

Auch zwei Türen der Synagoge seien in Brand gesetzt worden. Es sei unklar, ob dies vor oder nach der Explosion geschehen sei.

Frankreichs geschäftsführender Innenminister Gérald Darmanin ließ anordnen, die Präsenz von Sicherheitskräften vor jüdischen Gotteshäusern sofort zu erhöhen. Auf X schrieb er von einer «offenbar kriminellen versuchten Brandstiftung». Er drücke der jüdischen Gemeinschaft seine volle Unterstützung aus.

Premier Attal sprach auf X von einer antisemitischen Tat. «Ein weiteres Mal wurden unsere jüdischen Mitbürger als Ziel genommen.» 

Der Vorsitzende des Dachverbands jüdischer Organisationen in Frankreich Crif, Yonathan Arfi, betonte, dass die Explosion zu einem Zeitpunkt stattfand, an dem die Ankunft von Gläubigen in der Synagoge erwartet wurde. Es handelte sich nicht nur um einen Angriff auf ein Gotteshaus, sondern auch um den Versuch, Juden zu töten.

Premier Attal und Innenminister Darmanin werden am Nachmittag am Anschlagsort erwartet.

dpa