Am 6. Oktober 2026 erhielt Tobias Rausch, Generalsekretär der AfD, 48 Stimmen bei der Wahl zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt. Dies markiert einen historischen Moment, da die AfD damit erstmals die Präsidentschaft eines deutschen Parlaments übernimmt.
Tobias Rausch führt als erster AfD-Präsident den Landtag von Sachsen-Anhalt an

Am 6. Oktober 2026 erhielt Tobias Rausch, Generalsekretär der AfD, 48 Stimmen bei der Wahl zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt. Dies markiert einen historischen Moment, da die AfD damit erstmals die Präsidentschaft eines deutschen Parlaments übernimmt.
Wahl und Abstimmungsergebnis
Die geheime Abstimmung ergab, dass Rausch die Unterstützung von mindestens vier Stimmen aus anderen Fraktionen erhielt. Im Landtag von Sachsen-Anhalt haben die AfD und die BSW zusammen 44 Sitze, wobei die AfD 39 und die BSW 5 Sitze innehat. Die BSW hatte zuvor angekündigt, Rausch zu unterstützen, während die SPD, die Grünen und die Linke gegen ihn stimmten. Die CDU entschied sich, sich bei der Abstimmung zu enthalten.
Rauschs Doppelfunktion und politische Bedeutung
Tobias Rausch wird nicht nur Landtagspräsident, sondern behält auch sein Amt als Generalsekretär der AfD, was als ungewöhnlicher Schritt gilt. Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat der AfD, bezeichnete die Wahl Rauschs als Generalprobe für seine eigene Kandidatur zum Ministerpräsidenten. Er äußerte im Deutschlandfunk, dass jede Stimme über den 44 von AfD und BSW “ein positives Zeichen für die Bildung einer ersten AfD-geführten Regierung im Dezember” wäre. Sollte er im ersten Wahlgang nicht die notwendige Mehrheit erreichen, plant er, nicht erneut anzutreten.
Quellen: n-tv
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