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Trump stoppt Strafzölle gegen Deutschland und Europa

Eine angebliche Vereinbarung über Grönland und die Arktisregion bringt Trump zum Umdenken. Weitere Gespräche zum "Golden Dome" laufen.

Trump will doch keine Zölle zum 1. Februar erheben.
Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

US-Präsident Donald Trump wird seine Drohung, Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zu verhängen, doch nicht umsetzen, wie er in einem Post auf der Plattform Truth Social bekannt gab. Trump verwies auf ein Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei. Der genaue Inhalt dieser vermeintlichen Vereinbarung blieb jedoch unklar.

Diese Lösung werde, wenn sie umgesetzt werde, für die USA und alle Nato-Mitglieder von großem Nutzen sein, betonte Trump. «Auf der Grundlage dieser Übereinkunft werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen.» 

Trump plant, den Verkauf Grönlands von Dänemark an die USA zu erzwingen. Dänemark wehrt sich dagegen.

Trump kündigte an, dass weitere Gespräche zum «Golden Dome» liefen. Er hatte bereits mehrfach betont, dass Grönland elementar sei für den Aufbau der geplanten Raketenabwehr. US-Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, der Sondergesandte Steve Witkoff und andere würden die Verhandlungen für die USA führen. Wobei es bei den Verhandlungen im Detail geht, ließ Trump offen.

Am Samstag drohte der US-Präsident in einem beispiellosen Schritt mit Zöllen gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten, unter Verweis auf den Grönland-Konflikt – alle von ihnen Nato-Länder, die Widerstand gegen Trumps Besitzansprüche auf die Arktisinsel geäußert haben.

Ursprünglich plante Trump, ab dem 1. Februar Zölle in Höhe von 10 Prozent zu erheben, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent – auf alle Waren, die in die USA exportiert werden. Derzeit beträgt der Zollsatz für die meisten EU-Exporte in die USA seit Sommer 15 Prozent.

Am Donnerstag ist ein EU-Sondergipfel geplant, bei dem es um den Umgang mit Trumps Zolldrohung gehen soll. Dieser soll wie geplant stattfinden, sagte eine Sprecherin von Ratspräsident António Costa.

dpa