US-Präsident Trump verschärft seine Rhetorik gegen den Iran. Die Führung in Teheran soll verhandeln und auf Fähigkeiten zum möglichen Bau von Atomwaffen verzichten. Ansonsten drohe ein neuer Angriff.
Trump droht Iran mit Militäreinsatz wie in Venezuela

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einem militärischen Eingreifen wie in Venezuela. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, eine «riesige Armada» sei auf dem Weg zum Iran. «Es handelt sich um eine größere Flotte als die, die nach Venezuela entsandt wurde, angeführt vom großen Flugzeugträger „Abraham Lincoln“. Wie im Fall von Venezuela ist sie bereit, willens und in der Lage, ihre Mission schnell, mit Geschwindigkeit und Gewalt, falls nötig, zu erfüllen.»
Trump forderte die iranische Führung auf, schnell an den Verhandlungstisch zu kommen und auf ihr Atomprogramm zu verzichten. «Die Zeit läuft ab, es ist wirklich dringend!», schrieb Trump. «Wie ich dem Iran bereits einmal gesagt habe: SCHLIESST EIN ABKOMMEN!» Trump erinnerte an die Angriffe auf iranische Atomanlagen im Juni 2025. «Der nächste Angriff wird noch viel schlimmer sein! Lasst das nicht noch einmal geschehen», so Trump.
Irans Außenminister: Ziele mit Gewalt durchsetzen ist keine Diplomatie
Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt: «Diplomatie und gleichzeitig militärische Drohungen sind weder effektiv noch nützlich (…) Wenn die USA Verhandlungen führen wollen, müssen sie Drohungen und unlogische Forderungen beiseitelegen.» Der iranische Spitzendiplomat sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna weiter: «Es ist inakzeptabel und kann auch nicht als Diplomatie bezeichnet werden, wenn eine Seite ihre Ziele mit Gewalt erreichen will.» Außerdem habe der Iran von den USA noch keinen Vorschlag für diplomatische Verhandlungen erhalten.
Trump hatte zuvor in einer Rede im US-Bundesstaat Iowa gesagt: «Ich hoffe, dass sie ein Abkommen abschließen.» Dem US-Nachrichtenportal «Axios» sagte Trump, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei «im Fluss», weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe.
Das Centcom, das zuständige Regionalkommando des US-Militärs, hat eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten angekündigt.
Trump hat die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens seines Landes im Iran aufgrund der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen. Anfang des Monats hatten die USA bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht.








