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Trump kokettiert: «Amtierender Präsident Venezuelas»

Wer hat in Venezuela nach dem Angriff des US-Militärs das Sagen? Offiziell ist es klar, aber in der Realität scheint es kompliziert. Nun macht Präsident Trump – vermutlich scherzhaft – eine Ansage.

US-Präsident Donald Trump postet auf seiner Plattform Truth Social auch gerne provokative Inhalte. (Archivbild)
Foto: Evan/AP/dpa

Sieht sich US-Präsident Donald Trump infolge des erfolgreichen US-Militäreinsatzes in Caracas als Staatschef Venezuelas? Zumindest scheint es ihm zu gefallen, genau damit zu kokettieren: Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte Trump einen Screenshot im Stile des Online-Lexikons Wikipedia, der ihn als «amtierenden Präsidenten von Venezuela» beschreibt. In der Zeile darunter heißt es dann korrekt, er sei auch der 45. und 47. Präsident der USA. 

Trump postet immer wieder provokative oder auch augenzwinkernde Inhalte. So veröffentlichte er zum Beispiel auch Fotomontagen, die ihn mit Krone als König zeigten als Reaktion auf die Proteste in den USA mit dem Motto «No Kings» («Keine Könige»). Trumps Post zu Venezuela scheint mit der Frage zu spielen, wer dort nun letztlich das Sagen hat – keine grundlose Frage. 

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Rodríguez reagiert darauf

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez äußerte sich dazu im staatlichen Fernsehsender VTV. In Venezuela habe nur eine Regierung das Sagen. «Hier gibt es eine geschäftsführende Präsidentin und einen in den Vereinigten Staaten als Geisel gehaltenen Präsidenten.» 

Anfang Januar wurden in einer Kommandoaktion des US-Militärs Ziele in Caracas angegriffen und Präsident Nicolás Maduro festgenommen. Er wurde in die USA gebracht, um sich wegen angeblicher Drogendelikte vor Gericht zu verantworten.

Rodríguez führt Venezuela nun an, nachdem sie zuvor Vizepräsidentin unter Maduro war. Laut Trump stimmt sie regelmäßig mit seiner Regierung über die Zukunft des Landes ab, zum Beispiel in Gesprächen mit Außenminister Marco Rubio. Die Regierung in Caracas betont jedoch, dass sie nicht an Anweisungen von außen gebunden ist.

dpa