US-Präsident Trump kündigt an, Handelsschiffen in der Straße von Hormus Hilfe anzubieten. Im Rahmen des „Project Freedom“ sollen festsitzende Schiffe sicher aus der Krisenregion geleitet werden.
Trump kündigt Unterstützung für Schiffe in der Straße von Hormus an – Newsflash24

In der Straße von Hormus stauen sich zahlreiche Schiffe, die unfreiwillig in den Konflikt im Iran verwickelt sind und um Hilfe bitten. US-Präsident Donald Trump hat in diesem Zusammenhang das „Project Freedom“ ins Leben gerufen. Berichten zufolge handelt es sich dabei jedoch lediglich um eine Koordinierungsstelle.
Trump erklärte, dass die USA damit beginnen werden, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe zu befreien. Auf der Plattform Truth Social schrieb er, dass Länder aus aller Welt die USA um Unterstützung gebeten hätten. „Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten Wasserstraßen geleiten werden, damit sie frei und ungehindert ihren Geschäften nachgehen können,“ so Trump.
Er betonte, dass es sich um Schiffe aus verschiedenen Teilen der Welt handle, die in keiner Weise in die aktuellen Geschehnisse im Nahen Osten involviert seien. „Ich habe meine Vertreter angewiesen, ihnen mitzuteilen, dass wir uns nach besten Kräften bemühen werden, ihre Schiffe und Besatzungen sicher aus der Meerenge herauszuholen.“ Der Beginn dieses Prozesses ist für Montagmorgen nach nahöstlicher Zeit angesetzt.
Seefahrt in der Straße von Hormus
Trump äußerte sich auch zu den Verhandlungen mit dem Iran und betonte, dass er sich der positiven Gespräche seiner Vertreter bewusst sei. Diese Gespräche könnten zu einem positiven Ergebnis für alle Beteiligten führen. Die Verlegung der Schiffe sei darauf ausgerichtet, Menschen, Unternehmen und Länder zu befreien, die nichts falsch gemacht hätten und Opfer der Umstände seien.
„Dies ist eine humanitäre Geste im Namen der Vereinigten Staaten, der Länder des Nahen Ostens, aber insbesondere des Iran,“ erklärte Trump weiter. Viele der Schiffe hätten mit Nahrungsmittelknappheit für die Besatzungen zu kämpfen. „Ich denke, es wäre ein großer Schritt, um den guten Willen all derer zu zeigen, die in den vergangenen Monaten so erbittert gekämpft haben,“ warnte er. „Sollte dieser humanitäre Prozess in irgendeiner Weise gestört werden, muss dieser Störung leider mit Härte begegnet werden.“
Iranische Reaktion auf Trumps Ankündigung
Nach der Ankündigung des Militäreinsatzes äußerte ein hochrangiger iranischer Vertreter Drohungen gegenüber den USA. Ebrahim Asisi, Vorsitzender des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, erklärte, dass jede amerikanische Einmischung in die neuen Seeverkehrsregelungen in der Straße von Hormus als Verstoß gegen die Waffenruhe angesehen werde. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.
Das US-Regionalkommando Centcom bestätigte die Aussagen von Trump und gab an, dass Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten das „Projekt Freiheit“ unterstützen sollen. Konkrete Aufgaben wurden jedoch nicht näher erläutert.
Berichte über die US-Marine und ihre Rolle
Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative nicht vor, dass Kriegsschiffe der US-Marine Handelsschiffe durch die Straße von Hormus eskortieren.
Trumps Plan zielt laut dem Bericht darauf ab, Minen zu lokalisieren und diese Informationen an Schiffe weiterzugeben, die die Meerenge passieren, um Gefahren zu umgehen. Zudem sollen die sichersten Routen für die Schifffahrt ermittelt werden.
Aktuelle Sicherheitslage in der Straße von Hormus
In den Verhandlungen mit Teheran drängen die USA auch auf eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus, bislang jedoch ohne Erfolg. Am Sonntag meldete die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) erneut Angriffe auf Schiffe in der Meerenge. Ein Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters berichtete von einem Angriff mehrerer kleiner Boote.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass ein Schiff auf Anordnung der iranischen Marine gestoppt worden sei, um Dokumente zu prüfen. Diese Maßnahme sei Teil von Überwachungsverfahren gewesen. Von einem Angriff war nicht die Rede.
Später teilte UKTMO mit, dass erneut ein Schiff in der Meerenge angegriffen worden sei und von „unbekannten Projektilen“ getroffen wurde. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In beiden Fällen seien die Besatzungen in Sicherheit und es seien keine Umweltauswirkungen gemeldet worden. Vor dem Nahost-Konflikt transportierten Tanker rund ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl und Flüssiggas durch die Straße von Hormus.








