Nach langer Abstinenz veröffentlichte Trump eine Serie von Posts, darunter ein Wahlkampfvideo, und kündigte einen Austausch mit Elon Musk an.
Donald Trump meldet sich auf Plattform X zurück mit Wahlkampfvideo

Nach einer langen Pause hat der Republikaner Donald Trump wieder auf der Plattform X gesprochen. Fast ein Jahr nach seinem letzten Beitrag veröffentlichte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat eine Reihe von Posts auf seinem X-Account.
Er begann mit einem Wahlkampfvideo. Darin wird sein Weg von seinem ersten Wahlsieg 2016 bis zu seiner aktuellen Präsidentschaftskandidatur als stetiger Kampf gegen Widerstände seiner politischen Gegner dargestellt – und als Heldengeschichte eines Mannes, der sich dadurch nicht unterkriegen lasse.
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Es kamen weitere Clips und Wahlkampfbeiträge – sowie Werbung für Trumps geplanten Austausch mit dem X-Eigentümer Elon Musk auf der Plattform in der deutschen Nacht zu Dienstag. Der Tech-Milliardär unterstützt den Republikaner offen im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf.
Rückkehr zuletzt mit Polizeifoto
Trump hatte zuletzt Ende August 2023 etwas auf seinem X-Account veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt nutzte er sein historisches Polizeifoto als Anlass, um zur Twitter-Nachfolgeplattform X zurückzukehren. Er postete dort das Bild, das kurz zuvor in einem Gefängnis in Atlanta aufgenommen worden war.
Der Republikaner stellte sich den Strafverfolgungsbehörden, nachdem in Georgia Anklage wegen versuchtem Wahlbetrug erhoben wurde. Trump ist der erste ehemalige US-Präsident, gegen den Anklage erhoben wurde, und das gleich in mehreren Fällen. Er ist auch der erste ehemalige US-Präsident, der ins Gefängnis musste und auf einem Polizeifoto festgehalten wurde.
Vorher hatte Trumps Account auf der Plattform mehr als zweieinhalb Jahre lang nicht aktiviert, die er während seiner Amtszeit als wichtigsten Kommunikationskanal genutzt hatte und die 2022 von Musk übernommen und später umbenannt wurde. Trump hatte dort immer eine große Anzahl von Followern, aktuell sind es mehr als 88 Millionen.
Der Republikaner wurde gegen Ende seiner Amtszeit von großen Online-Plattformen gesperrt, nachdem seine Anhänger am 6. Januar 2021 den Sitz des US-Parlaments in Washington gestürmt hatten. In seinen Online-Botschaften vor und nach dem Kapitol-Angriff zeigte er offen Sympathie für die Randalierer. Die Plattformbetreiber befürchteten deshalb, dass es zu neuer Gewalt kommen könnte, wenn Trump nicht verbannt würde – und sperrten seine Konten.
Trump hat mittlerweile wieder Zugang zu allen großen Online-Diensten erhalten. Trotzdem hat er sich auf mehreren Kanälen zurückgemeldet. X hat er jedoch bisher kaum genutzt – obwohl ihn dessen neuer Besitzer Musk bereits im Herbst 2022 wieder freigeschaltet hat. Trump hat stattdessen eine Twitter-Kopie namens Truth Social ins Leben gerufen, die er intensiv nutzt. Allerdings hat er dort eine deutlich geringere Reichweite mit rund 7,5 Millionen Abonnenten.
„Der Zug nach Berlin fährt um 10:30 Uhr ab.“ Der Zug nach Berlin wird um 10:30 Uhr abfahren.








